+++ Liveblog zur Frankreich-Wahl +++: Le Pens Vater: „Marine nicht für Amt geeignet“

+++ Liveblog zur Frankreich-Wahl +++: Le Pens Vater: „Marine nicht für Amt geeignet“

, aktualisiert 07. Mai 2017, 17:48 Uhr
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Wer gewinnt die Präsidentenwahl in Frankreich?

Quelle:Handelsblatt Online

Macron gegen Le Pen: Die Franzosen entscheiden bis 20 Uhr über ihren neuen Präsidenten. Der Sozialliberale Macron gilt als Favorit – doch die Wahlbeteiligung ist bisher gering. Der Abend der Abstimmung im Liveblog.

Frankreich stimmt ab – und ganz Europa fiebert mit: In der Endrunde der Präsidentenwahl stehen sich die Rechtspopulistin Marine Le Pen und der sozialliberale Senkrechtstarter Emmanuel Macron gegenüber. Ein Sieg der EU-Gegnerin Le Pen würde die Europäische Union schwer erschüttern. Die Wahllokale schließen um 20 Uhr, dann gibt es auch die ersten Hochrechnungen.

+++ Wahlbeteiligung bisher vier Prozent geringer +++
Es zeichnet sich eine vergleichsweise schwache Wahlbeteiligung ab. Bis 17 Uhr gaben nach Angaben des Innenministeriums 65,3 Prozent der Wähler ihre Stimme ab – das sind vier Prozentpunkte weniger als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. Damals hatten im gleichen Zeitraum bereits 69,4 Prozent der Wähler teilgenommen. Der Rückgang ist sehr ungewöhnlich: In den vergangenen Jahrzehnten war die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde stets höher ausgefallen als im ersten Wahlgang. Auch im Vergleich zu früheren Wahlen ist die Beteiligung eher schwach. Bei der Stichwahl 2012 gaben bis 17.00 Uhr rund 72 Prozent der Wähler ihre Stimme ab, 2007 sogar 75,1 Prozent.

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+++ Le Pens Vater: Tochter nicht für Präsidentenamt geeignet +++
Der Vater von Marine Le Pen, Jean-Marie Le Pen, hält seine Tochter nicht für geeignet für das französische Präsidentenamt. Sie habe Charakter, aber nötig seien auch andere Qualitäten, sagte der 88-Jährige der britischen Zeitung „The Sunday Times“. Trotzdem unterstütze er seine Tochter bei der Stichwahl am Sonntag. „Ich habe unmissverständlich dazu aufgerufen, für Marine Le Pen zu stimmen“, sagte er. Doch er sei nicht sehr enttäuscht, wenn sie verlöre. Man habe von seiner Erfahrung profitieren können. „Aber man hat mich überhaupt nicht gefragt“, klagte Le Pen. Er habe keinen Kontakt mehr zur Präsidentschaftskandidatin der Front National, seit sie 2015 erfolgreich ein Parteiausschluss-Verfahren gegen ihn durchgeführt hatte.

+++ Belgische Zeitung: Macron in Umfragen über 60 Prozent +++
Emmanuel Macron kann belgischen Medienberichten mit einem klaren Sieg rechnen. Mehr als 60 Prozent der Wähler beabsichtigten, dem 39-jährigen früheren Wirtschaftsminister ihre Stimme zu geben oder hätten dies bereits getan, berichtete die belgische Zeitung „Le Soir“ am Sonntag unter Berufung auf Umfragen vom selben Tag. „Drei verschiedenen Meinungsforschungsinstituten zufolge siegt Emmanuel Macron bei der Präsidentenwahl mit einem Ergebnis von mehr als 60 Prozent.“ Wie und von welchem Institut die Umfragen durchgeführt wurden und wie viele Menschen befragt wurden, schrieb das Blatt nicht.

Der öffentlich-rechtliche belgische Sender RTBF berichtete, Macrons Stimmenanteil liege zwischen 62 und 64 Prozent. Die Nachrichtenagentur Reuters, die die Berichterstattung von „Le Soir“ aufgriff, kann diese Informationen nicht verifizieren. Nach französischem Recht dürfen aktuelle Umfragen erst um 20 Uhr veröffentlicht werden. Zur Schließung der Wahllokale werden dann die ersten Hochrechnungen verkündet.

+++ Überseegebiete sollen Macron gewählt haben +++

Emmanuel Macron liegt laut inoffiziellen Nachwahlbefragungen in Überseegebieten des Landes vorn. So komme er in Französisch-Guyana in Südamerika auf 65 Prozent, seine Konkurrentin Marine Le Pen auf 35 Prozent. Das berichtete die belgische Tageszeitung „Le Soir“ am Sonntag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Umfragen. In Frankreich ist die Veröffentlichung von Befragungsergebnissen und Hochrechnungen bis 20 Uhr verboten.

Der als Favorit geltende, sozialliberale Macron kommt dem Bericht zufolge auf der Karibikinsel Guadeloupe auf 75,1 Prozent, auf Martinique soll er sogar 77,5 Prozent erreicht haben. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, weil in vielen Überseegebieten Frankreichs traditionell eher links gewählt wird. Mehrere dieser Gebiete hatten wegen der Zeitverschiebung bereits am Samstag gewählt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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