+++ Newsblog zur EZB-Sitzung +++: Kommt die Wende in der Zinspolitik?

+++ Newsblog zur EZB-Sitzung +++: Kommt die Wende in der Zinspolitik?

, aktualisiert 20. Juli 2017, 14:40 Uhr
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HANDOUT - EZB-Präsident Mario Draghi sitzt bei einer Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank am 08.06.2017 in Tallinn (Estland). Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent, wie die Notenbank mitteilte. (Zu dpa "Wortkünstler Draghi: EZB tastet sich an Zinswende heran" vom 08.06.2017) ACHTUNG: Nutzung nur zu redaktionellen Zwecken im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über die EZB-Ratssitzung in Tallinn und nur bei vollständiger Nennung: Foto: Foto: Arno Mikkor/Europäische Zentralbank/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle:Handelsblatt Online

Noch im vergangenen Monat hat EZB-Präsident Mario Draghi mit seiner Rede nach der Ratssitzung ein kleines Beben an den Märkten ausgelöst. Bringt die heutige Pressekonferenz ein ähnliches Ergebnis?

Frankfurt/Düsseldorfus

So hat die Europäische Zentralbank entschieden:

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  • Der

    Leitzins

    bleibt unverändert bei

    null Prozent

    .
  • Das

    Kaufprogramm für Staatsanleihen

    bleibt bei monatlich 60 Milliarden Euro bis Dezember 2017.
  • Der

    Einlagezinssatz

    für Banken bleibt unverändert bei

    minus 0,4 Prozent

    .
  • Die EZB ist weiterhin bereit, das Anleihenkaufprogramm von monatlich 60 Milliarden Euro im Hinblick auf Umfang und/oder Dauer jederzeit auszuweiten. Analysten hatten erwartet, dass dieser Passus gestrichen wird.

+++EZB-Entscheidung beflügelt den Dax+++

Weil die Währungshüter offenbar weiterhin eine expansive Geldpolitik wollen, kaufen Anleger verstärkt Aktien. Der Dax hat seit der Zinsentscheidung deutlich zugelegt und notiert kurz vor Beginn der Pressekonferenz mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 12.568 Zählern.

+++Wird Draghi den Einstieg in den Ausstieg andeuten?+++

Beobachter hofften, dass Notenbank-Präsident Mario Draghi am Nachmittag zumindest Andeutungen zu einem Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik machen würde. Anfang Juni hatte die EZB erste vorsichtige Hinweise gegeben: Die Wachstumsrisiken für den Euroraum seien „weitgehend ausgeglichen“ statt „abwärtsgerichtet“, erklärte Draghi vor sechs Wochen. Zudem strich die EZB die Passage zu möglichen weiteren Zinssenkungen.

+++Warten auf die Pressekonferenz+++

Wenn EZB-Präsident Mario Draghi an diesem Donnerstag vor die Presse tritt, wird er eines sehr genau im Hinterkopf haben: Seine Rede im portugiesischen Sintra Ende Juni – die ein kleines Beben an den Märkten auslöste. Draghi hatte sich optimistisch über die Wirtschaft im Euro-Raum geäußert und die weiter niedrige Inflation vor allem auf temporäre Faktoren zurückgeführt. Das interpretierten Investoren als Signal dafür, dass die Notenbank ihre Geldpolitik schneller straffen könnte. Stimmen aus der Notenbank sprachen später von einem Missverständnis.

Quelle:  Handelsblatt Online
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