DRF Luftrettung: Vernetzte Hubschrauber

Anzeige Sämtliche Inhalte dieser Seite sind ein Angebot der Deutschen Telekom. Für den Inhalt ist die Deutsche Telekom verantwortlich.

>> ALLE ARTIKEL

DRF Luftrettung: Vernetzte Hubschrauber

Bei der Wartung ihrer Hubschrauber setzt die DRF Luftrettung auf Machine-to-Machine-Kommunikation. Mit Hilfe des automatisierten Datentransfers via Mobilfunk erkennen Techniker Mängel sehr früh – und verringern so die Ausfallzeiten.

Mehr als 35.000 Mal hoben die rot-weißen Rettungshubschrauber der gemeinnützigen Organisation 2014 ab, um Leben zu retten. Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten brauchen dafür eine Hubschrauberflotte, die schnell einsatzbereit, zuverlässig und sicher ist. Mit dem so genannten Condition Based Monitoring (CBM), der regelmäßigen Maschinenzustandsüberwachung also, wappnet sich die DRF Luftrettung gegen kurzfristige Ausfälle ihrer Maschinen.

Für diese Präventivwartung sammelt das Health and Usage Monitoring System (HUMS) mithilfe von Sensoren Daten über den Zustand und die Leistung systemkritischer Komponenten des Hubschraubers. Direkt nach der Landung werden die Daten per Mobilfunk automatisch an die Technik der DRF Luftrettung übertragen. „Wenn sich bei einem Flug beispielsweise die Temperaturen der Triebwerke einem vordefinierten Schwellwert nähern, kann das die Leistungsfähigkeit des Helikopters deutlich beeinflussen“, sagt Timo Demeter, Fachbereich Technik der DRF Luftrettung. „Je früher wir das erkennen, desto schneller können wir ihn durch eine Triebwerkswäsche oder den Austausch von Bauteilen wieder auf Vordermann bringen.“

Anzeige

Industrie 4.0 in der Praxis Der digitale Wandel bewährt sich im Mittelstand

Die Schlagworte Industrie 4.0 und Internet der Dinge sind in aller Munde. Zwei Beispiele zeigen, wie sich Geschäftsprozesse gewinnbringend digitalisieren lassen, ohne die Datensicherheit aus dem Blick zu verlieren.

Quelle: PR

Bevor die DRF Luftrettung ihre Wartung auf die M2M-Lösung umstellte, lasen die Techniker alle 50 Flugstunden die Datenspeicherkarten aus. Oder sie analysierten sie, sobald ihnen ein Pilot ein ungewöhnliches Flugverhalten meldete. Dann rückte ein Technikteam aus und untersuchte den Hubschrauber auf der Station. Ein Ersatzhelikopter stellte derweil den Betrieb sicher.

Wandel dank Digitalisierung

Dann setzte die DRF Luftrettung auf digitale Technologien – und damit auf eine Veränderung der etablierten Prozesse. So funktioniert der Datenimport dank der Lösung der Telekom heute ganz unkompliziert: Die aktuellen Maschinendaten wie die Drehzahl der Triebwerke, die Öltemperatur oder die Flughöhe liefert ein Modem direkt nach dem Einsatz an die Server der DRF Luftrettung. Dazu ist es mit einer SIM-Karte der Telekom bestückt. Damit der Datentransfer von jedem Landeplatz aus reibungslos klappt, verstärkte die Telekom die Signale wo nötig mit Repeatern.

B.A.S. Verkehrstechnik AG Digital den Stau umfahren

Freie Fahrt für die Digitalisierung: Vernetzte Verkehrsschilder warnen Deutschlands Autofahrer vor Staus. Das Verkehrsmanagementsystem Ilias des Mittelständlers B.A.S. macht´s möglich und kommt aus der Cloud.

B.A.S. Verkehrstechnik AG: Digital den Stau umfahren

Auf die Daten auf dem HUMS-Server greifen die Techniker der DRF Luftrettung über ein Webportal zu. Bemerken sie eine Unregelmäßigkeit, können sie beschädigte Teile ersetzen, ehe diese die Flugleistung beeinträchtigen. Das Resultat: Weniger Ausfallzeiten führen zu erheblichen Kosteneinsparungen. Dank des Condition Based Monitorings konnten die Techniker die Triebwerke zudem so optimieren, dass die Hubschrauber inzwischen weniger Kraftstoff verbrauchen.

Keine Abstriche macht das HUMS auch beim Thema Sicherheit: Das Datensystem ist physisch von den Steuergeräten getrennt. Damit haben Hacker keine Chance, die Kontrolle des Hubschraubers zu übernehmen.

Übertragung von Patientendaten möglich

So problemlos wie sich die Flugdaten per M2M-Lösung übertragen lassen, könnte man zukünftig auch die Gesundheitsdaten der Patienten direkt aus dem Rettungshubschrauber übermitteln. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die weiterbehandelnden Krankenhäuser sparen wertvolle Minuten und erhöhen die Überlebenschancen des Patienten. Die Kliniken könnten dann die medizinischen Daten aus dem Helikopter noch vor der Landung verarbeiten und sind, wenn der Patient bei ihnen eintrifft, schon im Bild über dessen Zustand. Behandlungsmaßnahmen könnten dann sofort eingeleitet werden.

Anzeige