Air Berlin: Die Dallas-Strecke wackelt – noch vor dem Start

Air Berlin: Die Dallas-Strecke wackelt – noch vor dem Start

, aktualisiert 22. Januar 2016, 14:30 Uhr
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Air Berlin überlegt, die neue Dallas-Strecke nicht zu starten.

von Jens KoenenQuelle:Handelsblatt Online

Air Berlin stellt das Fernziel Dallas wieder zur Disposition. Dabei sollte die Verbindung eigentlich erst im März aufgenommen werden. Der Vorverkauf der Strecke läuft offensichtlich nur schleppend.

FrankfurtDie angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin überlegt derzeit, die für den Sommerflugplan angekündigte Langstreckenverbindung von Düsseldorf nach Dallas in den USA doch nicht zu starten. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher dem Handelsblatt auf Anfrage. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht.

Dallas ist Teil der von Air-Berlin-Chef Stefan Pichler im November groß angekündigten Expansion auf der Langstrecke. Ab Ende März, dem Beginn des Sommerflugplans, will die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft von Düsseldorf aus neue Ziele wie Dallas, Boston und San Francisco sowie Havanna auf Kuba anfliegen. Später sollen auch von der Basis in Berlin weitere Langstreckenziele in den Flugplan aufgenommen werden.

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Pichler will die Airline mit einer Mischung aus Expansion und Sparkurs in die Gewinnzone zurückbringen. Ursprünglich wollte der Air-Berlin-Chef das Unternehmen erst hart sanieren und in einem zweiten Schritt wieder auf Wachstum gehen. Doch dieser Plan fand nicht die Zustimmung in der Spitze des Verwaltungsrates, in dem auch der Großaktionär Etihad sitzt.

Neben den Touristen zielt Pichler mit dem Ausbau verstärkt auf Geschäftsreisende, weil dort bessere Preise zu erzielen sind. Er will den Umsatz mit diesen Vielfliegern in den kommenden drei Jahren verdoppeln. Dazu will Pichler unter anderem mehr XL-Sitze anbieten.

Doch Richtung Dallas sind die Vorausbuchungen bislang offensichtlich sehr schwach. Auch soll American Airlines, Partner von Air Berlin in der Allianz One World, wenig begeistert von der Idee gewesen sein, den Flug über Codesharing zu unterstützen, also Tickets für die Verbindung unter eigener Flugnummer zu vermarkten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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