Aktie im Fokus: Die 800-Prozent-Strategie

Aktie im Fokus: Die 800-Prozent-Strategie

, aktualisiert 10. April 2016, 11:29 Uhr
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Die Pizza-Kette Domino's ist derzeit auf Wachstumskurs.

Quelle:Handelsblatt Online

Konsumgüter-Aktien sind stabil aber zu teuer? Von wegen. Abseits von Nestlé und Danone konnten Anleger mit der Aktie einer Pizzakette einen 800-prozentigen Gewinn einfahren. Und das Unternehmen wächst weiter.

DüsseldorfDie Domino’s-Anleger haben in den vergangenen zehn Jahren kräftig Kasse gemacht. In den vergangenen fünf Jahren verachtfachte sich der Kurs der Aktie. Seit 2006 machten die Anleger sogar einen Gewinn von sagenhaften 2000 Prozent. Konzernchef Don Meij verzehnfachte den Gewinn seines Unternehmens innerhalb einer Dekade und verwandelte die Pizzakette in den besten Konsumwert Australiens.

Neben Niederlassungen in Australien und Neuseeland betreibt Domino's, das auf einen Börsenwert von knapp 3,3 Milliarden Euro kommt, auch Pizzaketten in Japan und einigen europäischen Ländern.

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Jetzt will der 47-Jährige, der seine Karriere bei Domino’s als Fahrer im Lieferservice begonnen hatte, das Wachstum weiter voran treiben. Das Unternehmen erprobt derzeit ultraschnelle Backmethoden und entwickelt Lieferroboter, die militärischen Standards entsprechen. So soll die durchschnittliche Zubereitungs- und Transportzeit für Pizzen, um mehr als die Hälfte verringert werden, wie der Konzernchef verspricht.

Domino’s will in diesem Monat in Brisbane einen Testlauf mit Robotern zur Pizzalieferung starten. Die Maschinen sollen 2018 auf den Straßen Australiens unterwegs sein und sollen effizienter und sicherer sein als menschliche Kuriere. „Der Roboter kann auf der Fahrt sogar noch die Pizza backen“, sagt Meij. Das Wachstum, das daraus entsteht, sei überwältigend.

Zudem will das Unternehmen massiv sein Filialnetzt auf der ganzen Welt ausbauen. Bis zum Jahr 2025 will die Pizzakette weltweit 4250 Restaurants betreiben. Um dieses Ziel umzusetzen müsste Domino’s jeden zweiten Tag eine neue Niederlassung eröffnen.

Trotz dieser Expansionspläne flauen die Erwartungen aber ab: die Aktie wird Schätzungen zufolge im kommenden Jahr nur um sechs Prozent zulegen, nach durchschnittlichen Kursgewinnen von 60 Prozent in den letzten sieben Jahren. Am Freitag kosteten die Titel zum Börsenschluss in Sydney 55,85 australische Dollar.


Quelle:  Handelsblatt Online
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