Aktie im Fokus: Kurssturz bei Windeln.de

Aktie im Fokus: Kurssturz bei Windeln.de

, aktualisiert 18. Mai 2016, 09:44 Uhr
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Windeln.de erzielt die Hälfte seiner Umsätze in China.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Windeln.de-Aktie ist am Mittwoch um knapp ein Viertel eingebrochen. Denn das Unternehmen bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das China-Geschäft bringt nicht die erhofften Umsätze wie erwartet.

Die Aussicht auf ein verlangsamtes Wachstum hat Windeln.de am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Die Aktien des Online-Babyausstatters fielen um knapp ein Viertel auf ein Rekordtief von 6,63 Euro. Das ist der größte Kurssturz seit dem Börsengang vor einem Jahr. Dabei wechselten innerhalb der ersten 15 Handelsminuten fast drei Mal so viele Windeln.de-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Wegen eines schwächelnden China-Geschäfts rechnet das Unternehmen für 2016 nur noch mit einem Umsatzplus von rund 30 statt etwa 50 Prozent. Die operative Gewinnmarge werde bei minus zehn bis minus zwölf Prozent liegen. Bisher hatte Windeln.de eine Spanne von minus acht bis minus sechs Prozent angepeilt.

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Lauter einer Mitteilung des Unternehmens bleiben nach den Rekord-Umsätzen im März die Umsätze von Kunden in China im April und im Mai deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Online-Babyausstatter ist extrem abhängig vom Geschäft in China, da das Unternehmen mehr als die Hälfte seines Umsatzes dort erzielt.

Das Münchener Unternehmen Windeln.de war vor rund einem Jahr an die Börse gegangen, obwohl das Start-up zu diesem Zeitpunkt rote Zahlen schrieb. Trotz der schönen bunten Luftballons, die das Unternehmen vor der Frankfurter Dax-Tafel schweben ließ, verlief das Debüt aber bisher katastrophal. Investoren bewerteten das Online-Unternehmen mit Skepsis, weil es erstmal nur Wachstum versprach, aber mit dem Gewinn auf sich warten ließ. Die Aktie hatte zum Start einen Preis von 18 Euro, inzwischen hat das Papier 60 Prozent seines Wertes verloren.

Windeln.de macht inzwischen 80 Prozent seines Umsatzes mit anderen Produkten als mit Windeln. Das Unternehmen verkauft in seinem Online-Shop auch Kinderwagen, Klamotten und Kinderzimmereinrichtungen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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