Aktien im Fokus: Italienische Bankaktien auf Talfahrt – Deutsche Bank auch

Aktien im Fokus: Italienische Bankaktien auf Talfahrt – Deutsche Bank auch

, aktualisiert 02. Mai 2016, 10:21 Uhr
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Die Bank erhält eine milliardenschwere Kapitalspritze.

Quelle:Handelsblatt Online

Der italienische Bankenrettungsfonds Atlante wird sich mit etwa 90 Prozent an einem Kriseninstitut beteiligen müssen. Das zieht die Kurse anderer Banken heftig in Mitleidenschaft – auch in anderen Ländern.

MailandDer verpatzte Börsengang der Banca Popolare di Vincenza hat den übrigen italienischen Finanzwerten am Montag weiter zugesetzt. Unicredit, Intesa Sanpaolo & Co. verloren bis zu bis zu 7,4 Prozent. Der Branchenindex rutschte um 4,3 Prozent ab.

Wegen einer mangelnden Nachfrage nach den angebotenen Titeln des 1,5 Milliarden Euro schweren Vincenza-Börsengangs wird der neu aufgelegte italienische Rettungsfonds „Atlante“ gut 90 Prozent an dem Geldhaus halten. Damit ist rund ein Drittel seines Kapitals von insgesamt 4,25 Milliarden Euro gebunden. Der Fonds sollte eigentlich dazu dienen, den italienischen Banken einen Teil ihrer faulen Kredite im Gesamtvolumen von 360 Milliarden Euro abzukaufen.

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Banca Popolare di Vincenza, das achtgrößte Institut des Landes, benötigt das Geld aus dem Börsengang, um die Kapitalvorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erfüllen. Unklar blieb zunächst, ob das Geldhaus wie geplant an die Börse gehen kann. Hierzu ist ein Streubesitz von mindestens 25 Prozent notwendig. Die Mailänder Börse kann allerdings Ausnahmen zulassen.

Sollte sie ihre Zustimmung verweigern, würde der Bankenrettungsfonds die gesamte 1,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung zeichnen und dann 99,33 Prozent an der Banca Popolare di Vicenza halten.

Im Sog der italienischen Finanzwerte gingen auch die Aktien anderer europäischer Institute in die Knie. Deutsche Bank verloren 3,4 Prozent. Die französische Société Générale (SocGen) verlor 1,8 Prozent und die spanische Banca Popular 3,3 Prozent. Der Index für die Banken der Euro-Zone gab um 1,9 Prozent nach.

Quelle:  Handelsblatt Online
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