Aldi Süd: Kunden reißen sich um Jette-Joop-Mode

Aldi Süd: Kunden reißen sich um Jette-Joop-Mode

, aktualisiert 11. April 2016, 13:32 Uhr
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Jette Joop hat eine Kollektion exklusiv für Aldi entworfen.

von Florian KolfQuelle:Handelsblatt Online

Schlangen vor den Märkten, nach einer halben Stunde war fast alles vergriffen: Die exklusive Kollektion von Jette Joop beim Discounter Aldi Süd ist ein kommerzieller Erfolg. Gibt es nun eine Wiederholung?

DüsseldorfDie Designer-Kollektion von Jette Joop bei Aldi Süd war in den meisten Läden schon nach einer halben Stunde praktisch ausverkauft. Es gab in viele Märkten einen Andrang wie zu den Zeiten, als die ersten Computer bei Aldi verkauft wurden. „Ich hatte auf einen Erfolg der Kollektion gehofft, aber das hat mich jetzt doch überrascht“, sagte Jette Joop dem Handelsblatt. Dass die Kleidung so begehrt ist, sei für sie eine Bestätigung ihrer Arbeit.

„Was mich besonders begeistert hat: Nach kurzer Zeit tauchten schon die ersten Teile bei Ebay für den doppelten Preis auf“, schwärmt Joop. In der Tat wurden schon zwei Stunden nach Ladenöffnung beispielsweise Sneakers aus der Kollektion auf der Auktionsplattform angeboten – für 59,99 Euro plus fünf Euro Versandkosten. Im Laden hatten die Schuhe 19,99 Euro gekostet.

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Der Discounter hatte exklusiv eine Kollektion von 27 Teilen aus dem Bereich Damenbekleidung angeboten, die von der Designerin Jette Joop entworfen worden waren. Die Palette umfasste Hosen, Blusen, Pullover und Cardigans. Dazu gab es Accessoires wie Schuhe, Tücher und Handtaschen.

In der Branche wird geschätzt, dass Aldi Süd in den deutschen Filialen und bei der österreichischen Tochter Hofer insgesamt rund 20 Millionen Teile verkauft hat. Bei Verkaufspreisen zwischen 7,99 und 19,99 Euro dürfte das Unternehmen dadurch deutlich mehr als 200 Millionen Euro umgesetzt haben.

„Wir haben ganz viel Feedback von Kundinnen bekommen, teilweise haben sie Bilder von sich in den neuen Klamotten geschickt“, erzählt Joop. Dass die Kleidungsstücke so gut angenommen worden seien, sei für sie wichtiger gewesen als der wirtschaftliche Erfolg.

Im Vorfeld hatte es von Experten durchaus kritische Stimmen gegeben, die warnten, ein Verkauf auf dem Grabbeltisch bei einem Discounter könne die Marke „Jette Joop"“ schädigen. Auch die Modeschöpferin selbst hatte noch bei der Präsentation der Kollektion in der vergangenen Woche gesagt: „Bei den unfassbaren Stückzahlen in denen so eine Kollektion produziert wird, hast du eine riesige Verantwortung“. Doch der schnelle Abverkauf hat die Befürchtungen nun offenbar zerstreut.

„Das war Neuland für uns“, so Joop. Auch für Aldi war es ein Experiment. „Wir hoffen, damit Kundinnen zu erreichen, die bisher bei uns nicht kaufen“, hatte Kim Aline Suckow, Stellvertreterin der Geschäftsführung Einkauf von Aldi Süd, die Aktion begründet. Das ist offenbar gelungen.

Ob es nach dem großen Erfolg nun eine weitere Joop-Kollektion bei Aldi gibt, ist noch offen. Vor dem Verkaufsstart hatte Aldi-Managerin Suckow dem Handelsblatt immerhin gesagt: „Wir werden uns sehr genau anschauen, wie erfolgreich das war, und dann entscheiden, ob wir so etwas noch mal machen.“ Das lässt die Kundinnen hoffen, die wegen des Andrangs diesmal nicht zum Zuge kamen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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