Allianz mit Gewinnanstieg: Schaden- und Unfallgeschäft pimpt die Bilanz

Allianz mit Gewinnanstieg: Schaden- und Unfallgeschäft pimpt die Bilanz

, aktualisiert 11. Mai 2016, 08:23 Uhr
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Europas größter Versicherer legt ein Gewinnplus vor.

Quelle:Handelsblatt Online

Rüffel für Pimco, Anschub durch das Schaden- und Unfallgeschäft: Die Sparte hat der Allianz das erste Quartal gerettet. Das operative Ergebnis fällt zwar, Sondereffekte sorgen unterm Strich aber für einen Gewinnsprung.

MünchenBei Europas größtem Versicherer Allianz hat ein starkes Schaden- und Unfallgeschäft zum Jahresstart Gewinnrückgänge der anderen Sparten abgefedert. Die größte Konzernsparte steigerte ihren operativen Gewinn im ersten Quartal um 12 Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern bei der Vorlage des Quartalsberichts mitteilte. In der Lebens- und Krankenversicherung und in der Vermögensverwaltung fiel das operative Ergebnis hingegen jeweils um etwa 16 Prozent nach unten. Dadurch fiel der gesamte operative Gewinn des Konzerns mit knapp 2,8 Milliarden Euro um 3,5 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor.

Unter dem Strich verdiente die Allianz hingegen wie bereits vergangene Woche berichtet 2,2 Milliarden Euro und damit 20,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zu den genauen Gründen für den Anstieg äußerte sich der Konzern zunächst erneut nicht näher. Es handle sich um realisierte Gewinne außerhalb des operativen Geschäfts sowie eine niedrigere Steuerquote. Mit Blick auf das Gesamtjahr dürfe man eine Fortsetzung dieser Entwicklung nicht einfach hochrechnen, heißt es in einer Präsentation von Finanzvorstand Dieter Wemmer.

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Von ihrem US-Vermögensverwalter Pimco fordert die Allianz eine rasche Trendwende. „Obwohl das Umfeld für die Asset-Management-Branche anspruchsvoll sein dürfte, erwarten wir bei Pimco positive Nettomittelflüsse in der zweiten Jahreshälfte“, sagte Wemmer. Im ersten Quartal hätten externe Kunden nur noch neun Milliarden Euro aus den Fonds abgezogen, ein Jahr zuvor waren es noch 62 Milliarden Euro. Das Minus geht auf das Konto von Pimco, die kleinere Schwester Allianz Global Investors (AGI) verzeichnet seit mehr als drei Jahren Nettomittelzuflüsse

Der operative Gewinn der Asset-Management-Sparte schrumpfte im ersten Quartal um 16,5 Prozent auf 463 Milliarden Euro. Wie die Allianz erklärte, konnten schwindende Erträge nur zum Teil durch Kostensenkungen aufgefangen werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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