Anleihekaufprogramm: Europäische Zentralbank drosselt Staatsanleihenkäufe

Anleihekaufprogramm: Europäische Zentralbank drosselt Staatsanleihenkäufe

, aktualisiert 04. April 2017, 17:19 Uhr
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Mit dem Kauf von Staatsanleihen und anderen öffentlichen Schuldentiteln wollen die Währungshüter um EZB-Präsident Mario Draghi die Konjunktur anschieben und die Inflation im Euro-Raum anfachen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Europäische Zentralbank hat in der vergangenen Woche deutlich weniger öffentliche Schuldenpapiere in ihre Bücher genommen als noch in der Woche zuvor. Das Anleihekaufprogramm ist in Deutschland umstritten.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) hat die Schlagzahl ihrer in Deutschland umstrittenen Staatsanleihenkäufe deutlich gesenkt. In der Woche bis zum 31. März nahmen die EZB und die nationalen Notenbanken öffentliche Schuldenpapiere im Umfang von 7,77 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie die EZB am Dienstag in Frankfurt mitteilte. In der Vorwoche waren es noch 14,43 Milliarden Euro gewesen. Die Euro-Wächter starteten im März 2015 mit den Käufen, die noch bis mindestens Ende Dezember dieses Jahres laufen sollen. Inzwischen haben sie Staatsanleihen und andere öffentliche Schuldentitel im Volumen von 1,46 Billionen Euro erworben.

Mit den Transaktionen wollen die Währungshüter um EZB-Präsident Mario Draghi die Konjunktur anschieben und die Inflation im Euro-Raum anfachen. Das Gesamtprogramm soll – andere Titel wie beispielsweise Pfandbriefe und Firmenanleihen eingeschlossen – bis Laufzeitende eine Größenordnung von 2,28 Billionen Euro erreichen. Geplant ist zudem, dass ab diesem Monat die monatlichen Käufe auf 60 von zuletzt 80 Milliarden Euro sinken. Im März hatten die Währungshüter noch insgesamt Titel im Volumen von 80,29 Milliarden Euro erworben.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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