Anleihengeschäft : Goldman Sachs streicht mehr Jobs

Anleihengeschäft : Goldman Sachs streicht mehr Jobs

, aktualisiert 06. Mai 2016, 11:51 Uhr
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Die Krise der Banken macht auch Goldman Sachs zu schaffen.

Quelle:Handelsblatt Online

Stellenstreichungen sind bei der US-Investmentbank Goldman Sachs nichts Ungewöhnliches. Doch in diesem Jahr fallen sie größer als üblich aus. Sind die Zeiten der großen Profite für die Banken vorbei?

New YorkGoldman Sachs streicht nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg weitere Arbeitsplätze im Wertpapierbereich. Demnach wird der Stellenabbau im Bereich festverzinsliche Wertpapiere (Fixed Income) in diesem Jahr auf rund zehn Prozent der Beschäftigten ausgeweitet.

Die Entlassungen in New York und London in dieser Woche erfolgten zusätzlich zu den Streichungen, die bis vergangenen Monat schon etwa acht Prozent der Beschäftigten in dem Bereich erfasst hatten, hieß es von den Personen weiter. Zudem sollen auch Mitarbeiter im Aktienbereich betroffen sein.

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Stellenstreichungen sind bei Goldman Sachs nichts ungewöhnliches: Normalerweise kürzt die Bank im Wertpapierbereich Bereich fünf Prozent pro Jahr, stellt aber die gleiche Prozentzahl wieder ein. Dieses Jahr hatten sie schon beschlossen, anstelle der fünf Prozent dieses Mal acht Prozent zu entlassen aber parallel dazu aber nur fünf Prozent wieder zu besetzen.

Die Zeitung Wall Street Journal hatte bereits am Donnerstag über den verstärkten Stellenabbau berichtet. Michael DuVally, ein Sprecher der Bank, lehnte eine Stellungnahe zu der Ausweitung ab.

CEO Lloyd Blankfein unterzieht die Investmentbank den stärksten Kostensenkungen seit Jahren, angesichts sinkender Erträge im Handel und bei der Fusionsberatung, wie es im vergangenen Monat hieß. Das gesamte Handelsergebnis im ersten Quartal 2016 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37 Prozent auf 3,44 Milliarden Dollar gefallen. Der Gewinn beim Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen fiel sogar um 47 Prozent. Die Aktie gab in diesem Jahr um elf Prozent nach.

Blankfein hat lange versucht, größere Einschnitte im Anleihenhandel zu vermeiden, ein Geschäft, das in früheren Zeiten vor der Finanzkrise großen Profit gebracht hat. Denn der CEO versuchte Rivalen wie Morgan Stanley Marktanteile abzunehmen.

Die US-Bank hat in den letzten Jahren versucht, möglichst wenig von sich reden zu machen. Zaghaft versucht die Bank inzwischen, sich etwas näher dem Modell einer traditionellen Bank zu nähern und so direkter für einzelne Kunden zu arbeiten statt als Dienstleister für die eigene Branche aufzutreten. Vor kurzem gab Goldman sogar den Einstieg ins Einlagengeschäft mit Kleinkunden bekannt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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