Antrag von Air Berlin: Monopolkommission spricht sich gegen Staatshilfe aus

Antrag von Air Berlin: Monopolkommission spricht sich gegen Staatshilfe aus

, aktualisiert 14. Juni 2017, 01:47 Uhr
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Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Air Berlin: Das Bundeswirtschaftsministerium prüft derzeit einen Antrag auf Bürgschaften.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Staat sollte ein Unternehmen nicht künstlich am Leben halten. So sieht es zumindest die Monopolkommission im Fall Air Berlin. Die angeschlagene Fluggesellschaft hatte einen Antrag auf Bürgschaft für Kredite gestellt.

FrankfurtDer Chef der Monopolkommission hat sich gegen eine staatliche Bürgschaft für die kriselnde Fluggesellschaft Air Berlin ausgesprochen. Märkte müssten offen für neue Unternehmen sein, sagte Achim Wambach in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe). „Wenn ein Unternehmen dagegen schlecht gewirtschaftet hat oder sein Geschäftsmodell nicht stimmt, dann sollte der Staat es nicht künstlich am Leben erhalten.“

Derzeit prüft das Bundeswirtschaftsministerium einen Antrag der hochverschuldeten Air Berlin auf Bürgschaften, mit denen die Rückzahlung von Krediten eines Unternehmens garantiert werden kann. Das kann mehrere Wochen bis zu Monaten dauern.

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Eine Übernahme von Air Berlin durch die Lufthansa, die als mögliche Rettung diskutiert wird, sieht Wambach kritisch. „Eine Fusion wäre wettbewerbsrechtlich ein Problem“, sagte er. Die Kartellbehörden würden ein Zusammengehen von Deutschlands größter und zweitgrößter Airline nur unter Auflagen genehmigen. „Eine typische Auflage könnte darin bestehen, dass Slots abgegeben werden müssen, also Start- und Landerechte.“

Die Monopolkommission ist ein Expertengremium, das die Bundesregierung in Sachen Wettbewerbspolitik berät. Ihre Empfehlungen sind nicht bindend.

Quelle:  Handelsblatt Online
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