Archiv: Abwanderung stoppen

Paul Laudicina »  Der künftige Chef von A. T. Kearney soll das Beratungsunternehmen zu altem Glanz zurückführen – und dafür neue Topleute holen. 

Ab dem 1. September führt er eine der größten Unternehmensberatungen der Welt. Paul Laudicina, 56, den die Berater von A. T. Kearney vor knapp zwei Wochen zum Nachfolger des Deutschen Henner Klein gewählt haben, gilt in der Branche als Intellektueller, „der sich eher um das Knüpfen von Netzwerken und das Repräsentieren als ums operative Geschäft kümmern wird“, so ein Weggefährte. Einen Kurswechsel wird es mit Laudicina kaum geben, zumal die Verantwortung für das Geschäft weit gehend dezentralisiert ist. Dennoch steht der neue Chef vor einer Herausforderung: „Er muss die ständige Abwanderung der besten Mitarbeiter stoppen, sonst droht dem Unternehmen irgendwann der Kollaps“, sagt ein Topberater. In den vergangenen Monaten haben viele Führungskräfte die Beratung verlassen. So heuerten etwa die renommierten Automobilexperten bei den Konkurrenten Mercer und PRTM an. 

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„In den nächsten Wochen werden neue Partner zu uns kommen“, kündigt Laudicina dagegen an. Darunter sollen weltweit auch Berater sein, die A. T. Kearney kürzlich erst verlassen haben. Als attraktivstes Argument sieht Laudicina das anziehende Geschäft: „Wir liegen deutlich über Plan.“ Für den weiteren Erfolg soll vor allem Laudicinas Netzwerk sorgen. Er leitete bisher das Global Business Policy Council, ein Netzwerk aus Politikern, Professoren und Topmanagern, das Lösungen zu den wichtigsten globalen Herausforderungen sucht. „Kaum jemand hat so gute Kontakte wie er“, sagt ein A. T.-Kearney-Berater. Zu denen zähle in Deutschland etwa BASF-Chef Jürgen Hambrecht. 

cornelius.welp@wiwo.de 

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