Archiv: Angela Ahrendts, 46

CEO, Burberry, Großbritannien 

1,4 Milliarden Euro Umsatz 

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Mode ist nicht nur ihr Beruf, sondern auch ihr Hobby: „Manche Leute sammeln Briefmarken, ich sammle Kleider“, sagt Angela Ahrendts. Und seit drei Monaten leitet sie den britischen Luxuskonzern Burberry. 

Die 46-Jährige muss das Kunststück vollbringen, beim Spagat zwischen Massengeschäft und Exklusivität das angeschlagene Image der Nobelmarke mit dem unverwechselbaren Karo-Muster wieder neu aufzupolieren. Ihrer Vorgängerin Rose Marie Bravo war es zwar gelungen, das Traditionshaus in den vergangenen Jahren gründlich umzukrempeln und auf jung, hip und edel zu trimmen. Doch seit britische Fußball-Hooligans das Burberry-Karo für sich entdeckten und das weltberühmte Muster viele billige Nachahmer fand, leidet das exklusive Image der Marke. 

Ahrendts tritt also ein schwieriges Erbe an. Doch das ficht die energiegeladene Mutter von drei schulpflichtigen Kindern nicht an. Schließlich wird sie gut entlohnt: Zusätzlich zu ihrem Basissalär von 1,05 Millionen Euro wurden ihr eine ganze Reihe Zusatzleistungen zugesagt, die ihr ein Gesamtjahreseinkommen von bis zu 7,3 Millionen Euro bescheren könnten. 

Zum 150. Jubiläumsjahr des Modekonzerns, der im Jahr 1856 im Londoner East End gegründet worden war, kündigte die Amerikanerin den Start einer neuen Damen- und Herrenkollektion namens „Burberry Icons“ an. Statt des Karos soll nun vermehrt ein Logo mit der Unterschrift des Unternehmensgründers Thomas Burberry verwendet werden, die Trenchcoats werden gesteppt und wattiert und bekommen so einen neuen Look. Außerdem werden Accessories wie Sonnenbrillen, edle Gürtel und Schuhe in den Vordergrund rücken. Ahrendts will die Expansion von Burberry in Indien, China, Russland, Brasilien und im Mittleren Westen der USA vorantreiben. 

Am Tag nach ihrem Examen an der Ball State University im US-Bundesstaat Indiana vor 25 Jahren saß Ahrendts bereits im Flugzeug nach New York. Dort startete die Tochter eines Fotomodells ihre Laufbahn beim US-Modehersteller Donna Karan, es folgte eine kurze Etappe als Vizepräsidentin der Modefirma Henri Bendel. 1998 wurde sie Executive Vice President beim Textilhaus Liz Claiborne. 

yvonne.esterhazy@wiwo.de | London 

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