Angriff auf Blackberry

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John Hartnett » Um die europäische Dominanz von Blackberry-Produzent RIM bei mobilen E-Mails zubrechen, verbündet sich der Vertriebschef von Handheld-Pionier Palm mit dem Erzrivalen Microsoft. 

Dass ausgerechnet der kanadische Konkurrent Research in Motion (RIM) mit seinem Blackberry bei europäischen Managern so erfolgreich ist, nervt John Hartnett schon lange. Während der Vertriebsvorstand des Handheld-Pioniers Palm mit seinen Treo-Smartphones in den USA seit zwei Jahren RIM Marktanteile abjagt, kam Palm diesseits des Atlantiks kaum von der Stelle. Nun aber bläst Hartnett zum Sturm und schließt dafür sogar eine Allianz mit Microsoft. In den kommenden Monaten, beim Web-Infodienst Brighthand ist von September die Rede, bringt er erstmals ein speziell für die europäischen schnellen UMTS-Funknetze entwickeltes Treo-Smartphone auf den Markt. Vertrieben wird das voraussichtlich Treo 750v genannte Smartphone zunächst exklusiv über den Mobilfunker Vodafone. Andere Netzbetreiber folgen später. Für das unter dem Codenamen „Groovy2“ entwickelte Modell, das die automatische Synchronisation von Nachrichten und Kalendereinträgen in Telefon und Büro-Postfach über Mobilfunk ermöglicht, den so genannten Push-E-Mail-Dienst, hängt Hartnett die Latte hoch: „Damit wollen wir in Europa gegen RIM gewinnen.“ Dafür verbündet er sich mit Microsoft – inzwischen siegreicher Erzrivale im Handheld-Geschäft. Als Zugeständnis an den Partner wird es Palms neuen Euro-Treo daher zunächst auch nur mit Microsofts Windows Mo-bile Betriebssystem geben. Palm-Anhängern aber stellt Hartnett auch ein Smartphone auf der Basis der eigenen Software in Aussicht: „Wir wollen dem Kunden die Wahl bieten – und dazu gehört natürlich auch das PalmOS-Betriebs-system.“ 

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thomas.kuhn@wiwo.de 

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