Angriff auf die Mobilfunker

Archiv: Angriff auf die Mobilfunker

Walter Raizner » Der Chef der Telekom-Sparte T-Com spielt seinen letzten Trumpf aus. Mit T-One, dem ersten Festnetztelefon zum Mitnehmen, will er die Mobilfunker angreifen. 

Den genauen Starttermin möchte Walter Raizner noch nicht verraten. Die Präsentation, so viel steht fest, erfolgt kurz nach den Sommerferien. Dann will der Chef der Telekom-Festnetzsparte T-Com sein neues Angebot vorstellen: das erste Universaltelefon, „das“, so die Ankündigung, „alle Vorteile von Festnetz und Mobilfunk vereint“. Unter der Marke T-One bietet Raizner ein Festnetztelefon an, das der Kunde wie ein Handy mitnehmen und überall nutzen kann – mit einem Vorteil: Die Telefongespräche sind in der Regel günstiger als die Mobilfunkentgelte. Damit greift die Festnetzsparte der Telekom massiv die Mobilfunker an, auch T-Mo-bile, die Handy-Tochter der Telekom. 

Anzeige

Geplant ist ferner, dass Mehrpersonenhaushalte bis zu vier T-One-Geräte an ihre DSL-Buchse anschließen können. Jedes Familienmitglied bekommt ein eigenes Telefon mit einer eigenen Rufnummer, zwei können gleichzeitig telefonieren. Dabei können sie die Telefonflatrate von 9,95 Euro pro Monat sogar gemeinsam nutzen. „Je mehr Familienmitglieder über T-One telefonieren, umso günstiger wird es“, sagt T-One-Projektleiter Volker Binder. 

T-One sucht automatisch das günstigste Funknetz, das im Display angezeigt wird: Zu Hause stellt der Funkrouter (WLAN) die Verbindung zum DSL-Anschluss her, und unterwegs können sich T-One-Kunden über die 7500 öffentlich zugänglichen Telekom-Hotspots einwählen. Erst wenn diese Festnetzinfrastrukturen nicht verfügbar sind, hilft das teurere T-Mobile-Netz aus. Bis Ende 2007 will Raizner 500 000 T-One-Kunden gewinnen. 

juergen.berke@wiwo.de 

Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%