Angriff auf die Telekom

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The Cloud » Der britische Hotspot-Betreiber will in den nächsten Monaten massiv in Deutschland investieren. 

George Polk hält eisern an seiner Vision fest. Mit dem Betrieb von Hotspots lässt sich dann Geld verdienen, „wenn sich der Zugang radikal vereinfacht“, sagt der Gründer des britischen Hotspot-Betreibers The Cloud. In jedem Hotspot, der von The Cloud betrieben wird, sollen sich Kunden aller Mobil- und Festnetzgesellschaften schnell und unbürokratisch per Funk ins Internet einwählen können. Das Modell will Polk jetzt in Deutschland etablieren und damit in dem Bereich größter Konkurrent der Deutschen Telekom werden. 

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Rund 30 bis 40 Millionen Euro hat Polk für die Expansion in Deutschland eingeplant. Schon in den nächsten drei bis vier Monaten soll The Cloud durch Übernahmen und verstärkte Standortakquise von derzeit 350 auf rund 1000 Hotspots wachsen und damit zur Nummer zwei im deutschen Hotspot-Markt aufsteigen. Nur die Deutsche Telekom hätte dann mit rund 4300 Hotspots eine noch bessere Funkinfrastruktur. 

Doch anders als die Telekom strebt The Cloud keine direkte Beziehung zu Endkunden an. Polk will seine Infrastruktur an möglichst viele Mobil- und Festnetzgesellschaften weitervermieten. Vor allem Besitzern lukrativer Standorte in Hotels, Restaurants, Bahnhöfen und Flughäfen kommt das Modell entgegen. Bisher mussten sie sich für einen Netzbetreiber entscheiden, Kunden anderer Anbieter konnten sich oft nicht in den Hotspot einwählen. Entsprechend selten wurde die Funkverbindung genutzt. 

juergen.berke@wiwo.de 

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