Archiv: Aufbruch gen Osten

Peter Jungen » Der ehemalige Strabag-Vorstandsvorsitzende sucht nach dem Verkauf von Idealo an Springer erstmals auch in Osteuropa nach neuenInvestitionsmöglichkeiten. 

In Osteuropa gilt das Geldverdienen als vergleichsweise einfach, etwa indem Existenzgründer Geschäftsideen aus westeuropäischen Ländern oder aus Amerika kopieren. Business Angels wie Peter Jungen, die als erfahrene Manager junge Unternehmensgründer beim Start unterstützen, finden hier ein ideales Betätigungsfeld. Der ehemalige Strabag-Vorstandsvorsitzende bereitet derzeit seine ersten Investitionen in junge osteuropäische Unternehmen vor. Im Visier hat er dabei vor allem Software- und Internetneugründungen in Polen, Slowenien, Kroatien und Rumänien. Erste Gespräche seien geführt, berichtet er. 

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Erst vor zwei Wochen hatte Jungen mit dem Verkauf der Preis- und Produktsuchmaschine Idealo an den Axel Springer Verlag Aufsehen erregt. Er hatte das Unternehmen im Jahr 2000 gemeinsam mit fünf jungen Leuten gegründet. Alle fünf habe der Verkauf an Springer zu Millionären gemacht, sagt Jungen. Den genauen Preis des ihm zufolge hochprofitablen Internetunternehmens nennen weder er noch Springer. 

Idealo war allerdings nur eines von mehren Projekten, bei denen der Kölner in den vergangenen 24 Monaten Kasse gemacht hat. Derzeit habe er noch 15 Beteiligungen in seinem Portfolio, wovon zwei Drittel kleinere Anteile seien. Ein amerikanisches Unternehmen, an dem er eine Minderheitsbeteiligung im einstelligen Bereich hält, stehe kurz vor dem Börsendebüt an der New Yorker Nasdaq. 

An Deutschland beklagt er einen Mangel an unternehmerischer Initiative und somit an Neugründungen. Die Investitionsmöglichkeiten in junge Unternehmen gingen hierzulande zurück. Jungen schätzt, dass Business Angels wie er in der Bundesrepublik 2005 höchstens 30 Millionen Euro investieren konnten. Zum Vergleich dazu: In den USA waren es 24 Milliarden Dollar. 

thomas.stoelzel@wiwo.de 

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