Archiv: Außer Plan

Rainer Grohe » Der Chef des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo kann den Zeitplan nicht einhalten. 

Das Projekt ist gigantisch, seine Bedeutung „nur vergleichbar mit der Entwicklung des Mobilfunks und des Internets in den Neunzigerjahren“, sagt Rainer Grohe, der in Brüssel als Chef des Unternehmens Galileo Joint Undertaking die Entwicklung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo kontrolliert. Doch offenbar haben sich die beteiligten Unternehmen sowie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) überschätzt. Der Zeitplan ist nach Aussagen Betroffener nicht mehr zu halten. Frühestens 2011 werden alle 30 vorgesehenen Satelliten in 24 000 Kilometer Höhe um die Erde kreisen. Ursprünglich sollten sie bereits 2008 im All sein. Auch der Start des Galileo-Testlaufs Gate in Berchtesgaden muss verschoben werden. Mitte dieses Jahres sollten sechs Berggipfel rund um Berchtesgaden als bodengestützte Galileo-Sendezentralen ausgerüstet sein, um alle Funktionen von Galileo simulieren zu können. Jetzt rechnet Projektleiter Günter Heinrichs mit dem Beginn erst zum zweiten Quartal nächsten Jahres. Grund für die Verzögerungen ist vor allem die anspruchsvolle Technik, deren Entwicklung mehr Zeit braucht als gedacht. 

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juergen.rees@wiwo.de 

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