Archiv: Bargeld gehortet

BCG » Nach einer Studie der Unternehmensberatung wächst das Vermögen der Russen schneller als das der Deutschen. 

In Deutschland gab es Ende vergangenen Jahres fast 350 000 Haushalte, die über ein Finanzvermögen von umgerechnet einer Million US-Dollar und mehr verfügten. Diese Zahl hat die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) jetzt ermittelt. In den kommenden fünf Jahren steigt das Vermögen der inländischen Millionärshaushalte jährlich um durchschnittlich 8,3 Prozent, prognostiziert BCG. Die globalen Vermögen nehmen dagegen nur um rund vier Prozent zu. Ende 2004 summierten sich diese Vermögen auf rund 85,3 Billionen Dollar. „China, Indien und Russland werden in den nächsten Jahren das größte Wachstum aufweisen“, sagt Ludger Kübel-Sorger von BCG. 

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China hatte bereits Ende 2004 fast 170 000 Millionärshaushalte. In Indien gibt es immerhin 60 000 und in Russland 50 000 Haushalte, die über mehr als eine Million Dollar Finanzvermögen verfügen. In den kommenden fünf Jahren werden die indischen Vermögen jährlich im Schnitt um elf Prozent, die chinesischen um knapp 14 Prozent und die russischen um mehr als 15 Prozent wachsen. Während viele internationale Vermögensverwalter Indien und Russland bereits entdeckt haben, sind sie in China noch zurückhaltend. „Die Berater müssen sich auf andere Kundenbedürfnisse einstellen“, sagt Kübel-Sorger. In den drei Ländern horten die Vermögenden oft Bargeld oder kaufen Immobilien mit stabilen Erträgen, Aktienanlagen stehen sie skeptisch gegenüber. 

stefanie.burgmaier@wiwo.de | Frankfurt 

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