Beruf + Erfolg – Witten/Herdecke: Die Wirtschaftsfakultät muss jetzt die angeschlagene Privatuniversität retten. Heft 22/2006 Rahmen-bedingungen

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Der Hinweis, die Universität Witten/Herdecke (UWH) beziehe im Vergleich zu anderen Privatunis noch immer Geld vom Staat, ist verzerrend. Erstens bieten deutsche Privatunis in der Regel relativ preisgünstige „Buchstudiengänge“ an, die UWH leistet sich dagegen mit Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Biowissenschaften und Medizin drei sehr teure Fakultäten. Zum Zweiten haben wir uns, was studentische Finanzierungsbeiträge angeht, bewusst für ein „sozialverträgliches Modell“ entschieden, dessen finanzielle Möglichkeiten bei den jetzt angepeilten zehn Prozent Anteil am Gesamtetat erschöpft sind. Solange das private Stiftungswesen in Deutschland im internationalen Vergleich dermaßen unterentwickelt ist und das Stiftungswesen auch steuerlich benachteiligt ist, sind ambitioniertere Ansätze im privaten Hochschulbereich vorerst nur mit Staatsgeldern zu stemmen. Das liegt nicht an der Qualität der Unis, sondern an den allgemeinen Rahmenbedingungen. Tatsache ist, dass die UWH noch in diesem Jahr und in den kommenden Jahren eine Million Euro jährlich von der Deutschen Bank erhält. Die Förderung ergibt sich als Anschlussförderung der Anschubfinanzierung des Wittener Instituts für Familienunternehmen, das inzwischen finanziell auf eigenen Füßen steht. Zur Finanzierung des Instituts für Familienunternehmen haben sich bis dato 40 namhafte deutsche Familienunternehmen verpflichtet, in den nächsten fünf Jahren insgesamt knapp fünf Millionen Euro in Witten zu investieren. Auch sollte nicht verschwiegen werden, dass die UWH neben der Universität Mannheim die Hochschule mit dem höchsten Fundraising-Anteil in Deutschland ist. 

Dr. Olaf Kaltenborn  Abteilungsleiter KommunikationPrivate Universität Witten/Herdecke Witten (Nordrhein-Westfalen) 

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