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Kreative Ingenieure: Wie interne Strukturen technische Spitzen-leistungen fördern. 

In einem Hinterhof im Münchner Norden rollt ein schwarzer 7er-BMW in eine Garage, stoppt kurz vor der Wand, der Motor wird abgestellt. Nichts Besonderes eigentlich – würde ein Fahrer hinter dem Lenkrad sitzen. Doch dieses 7er-Exemplar bringt sich selbsttätig in seine Parkposition. Der Hinterhof gehört zu den streng abgeschirmten Forschungswerkstätten der BMW-Tochter Forschung und Technik GmbH. Noch wird die Parkautomatik hier perfektioniert, doch die Chancen auf Serienreife stehen gut. 

Wenn die Entscheidung gefallen ist, dass diese Technik auf den Markt kommen soll, wird das Forschungs- und Innovationszentrum von BMW (FIZ) am Zug sein. Hier werden die Erfindungen zur Serienreife weiterentwickelt. Die rund 5000 Mitarbeiter des FIZ sitzen nur wenige Kilometer entfernt von der Unternehmenstochter Forschung und Technik. Und doch liegen oft Welten zwischen dem FIZ und den rund 200 Forschern der GmbH. Mit einer Neuorganisation der Zusammenarbeit der beiden Einheiten konnte BMW die Zahl verwirklichter und erfolgreicher Innovationen deutlich steigern. 

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„Wenn wir einfach eine Erfindung zu den Kollegen über den Zaun schmeißen, müssen wir damit rechnen, dass sie dort nicht gleich aufgefangen wird“, sagt Raymond Freymann, Geschäftsführer der BMW Forschung und Technik GmbH. „Deshalb integrieren wir die Kollegen des FIZ in unsere Projekte, sobald wir merken, dass eine Idee ein großes Potenzial hat.“ 

Der noch entscheidendere Schritt kommt jedoch danach: Wird eine Serienreife angestrebt, wechseln die Erfinder der Forschung und Technik GmbH gemeinsam mit ihrer Erfindung in das FIZ. „So ist der Know-how-Transfer sichergestellt, und es ist darüber hinaus eine großartige Chance für unsere Leute“, meint Freymann. „Sie können miterleben, wie ihre Erfindung in Serie geht.“ 

Früher seien an der Hürde zwischen Erfindung und Entwicklung zahlreiche gute Ideen hängen geblieben, sagt Freymann. Vor drei Jahren habe BMW deshalb beschlossen, mit den Ideen auch die Erfinder in das Innovationszentrum zu exportieren. Im vergangenen Jahr seien 15 Prozent der Mitarbeiter ins FIZ gewechselt. „Wenn das so weiter geht“, sagt Freymann, „dann tauschen sich die Mitarbeiter hier alle sechs Jahre aus, weil die komplette Mannschaft in die Entwicklung gewechselt ist.“ » 

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