Archiv: Chef ausgetauscht

NRW.Bank » Die landeseigene Förderbank in Nordrhein-Westfalen bekommt einen neuen Vorstands-vorsitzenden. 

Nach dem Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen erhält die NRW.Bank, die landeseigene Förderbank, eine neue Führung. Nach Informationen aus dem Finanzministerium in Düsseldorf soll in Kürze Vorstandsmitglied Ulrich Schröder den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Bernd Lüthje ablösen, der aus Altersgründen aufhört. 

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Schröder gilt als CDU-nah und ist bisher vor allem für die Förderberatung, Infrastrukturfinanzierung und Rechtsfragen zuständig. Als Chef muss er vor allem die Integration der landeseigenen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) in die Förderbank vorantreiben. Jahrelang hatte Noch-Wirtschaftsminister Harald Schartau (SPD) diesen Schritt angekündigt, doch passiert ist wenig. Die GfW war in den vergangenen Jahren mehrfach wegen fragwürdiger Auslandsaktivitäten und hochdotierter Verträge für Auslandsrepräsentanten in die Schlagzeilen geraten. Kritiker hatten darum mehrfach eine Auflösung der GfW gefordert. 

Jüngst sorgten die Wirtschaftsförderer erneut für Stirnrunzeln: Unmittelbar nach der für Rot-Grün verlorenen Landtagswahl wurden die Verträge der beiden Geschäftsführer Michael Kolmar und Petra Wassner um fünf Jahre verlängert. Damit sind 100 000 Euro Jahresgehalt und Dienstwagen gesichert. 

Der studierter Jurist und Betriebswirt Schröder kam 1983 zur Düsseldorfer WestLB, aus der im August 2002 auf Grund von EU-Vorgaben die NRW.Bank als eigenständiges Institut hervorgegangen ist. An der WestLB hält die NRW.Bank rund 38 Prozent, die NRW.Bank selbst gehört zu 64,74 Prozent dem Land und zu je 17,63 Prozent den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe. 

Sie soll sich vor allem um die Förderung von Mittelständlern und Existenzgründern in Nordrhein-Westfalen kümmern. Noch-Chef Lüthje war erst kürzlich bei anderen Landesbank-Chefs in die Kritik geraten, weil er als einer der ersten Vorstandsvorsitzenden eines öffentlich-rechtlichen Finanzinstituts sein Jahresgehalt offen gelegt hatte. Das betrug nach eigenen Angaben zuletzt 681 344,50 Euro (siehe WirtschaftsWoche 24/2005). 

matthias.kamp@wiwo.de 

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