Detlef WittigVorstandsvorsitzender von Skoda

Archiv: Detlef WittigVorstandsvorsitzender von Skoda

Schon ein kurzer Blick aus dem Fenster verrät Detlef Wittig, wie es um das Unternehmen bestellt ist. „Von hier aus sehe ich, wie die Mitarbeiter zur Schicht kommen und ob die Parkplätze für unsere Neuwagen leer sind oder volllaufen“, sagt der Vorstandsvorsitzende des tschechischen Autoherstellers Skoda, der seit April 1991 zum VW-Konzern gehört. Dieser Aussicht wegen zieht der Deutsche sein schlichtes, in den Markenfarben Grün und Grau gehaltenes Büro direkt gegenüber dem Werk in der mittelböhmischen Stadt Mlada Boleslav repräsentativeren Räumen in der Hauptstadt Prag vor. Auch das Bild an der Wand hinter Wittigs Schreibtisch mahnt den langjährigen Volkswagen-Manager zu Disziplin und Eile: Der Yeti, das neue Gelände- und Freizeitmodell, soll bis 2009 serienreif sein. Gegen das auffällige Fahrzeug macht sich der braunlederne, an den Ecken mit Metall beschlagene Akten-koffer auf dem Sideboard geradezu antik aus. Von alter Schule zeugt auch der schwarze Tresor in einer Ecke des Raums: Über strategische Dokumente, die streng unter Verschluss gehalten werden müssen, wacht der Chef persönlich. Nicht nur des Wettbewerbs wegen. Sie sind das Erbe einer langen Automobiltradition, die die Tschechen mit Stolz erfüllt und der sich der 63-jährige verpflichtet fühlt. Skoda ist mit Mercedes und Peugeot eine der ältesten Automobilmarken Europas. An die Unternehmensgründer Vaclav Laurin und Vaclav Klement erinnern zwei Statuetten in Wittigs Regal und ein Modell ihres ersten Serien-Automobils: die 1906 auf dem Prager Automobilsalon vorgestellte Voiturette A, die wenig später auch nach Deutschland exportiert wurde. 

christian.schaudwet@wiwo.de | Prag 

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