Deutsche Börse Deka-Chefgegen Fusion

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Axel Weber, Vorstandsvorsitzender der DekaBank und damit Chef der zweitgrößten deutschen Fondsgesellschaft Deka, ist gegen die von der Deutschen Börse angestrebte Übernahme der London Stock Exchange (LSE). „Deutsche Unternehmen waren bei Akquisitionen in England und den USA selten auf der Gewinnerseite“, sagt Weber. Nach mehreren angelsächsischen Fonds, die statt einer Übernahme Aktienrückkäufe fordern, stellt sich mit Weber erstmals ein prominenter deutscher Vertreter der Fondsbranche gegen die Fusion. „Die Börsenverlagerung wäre ein Rückschlag für den Finanzplatz Deutschland“, so Weber. Er befürchte, dass Geschäft und Arbeitsplätze nach London abwanderten. „Frankfurt muss daher umso stärker daran arbeiten, das kontinentaleuropäische Zentrum des Asset-Managements zu werden. Die Voraussetzungen dafür sind da“, sagt Weber, der auch Mitglied des Börsenrats der Frankfurter Börse ist. Auf Entscheidungen seiner Fondsmanager, die auch Deutsche-Börse-Aktien halten, darf der Deka-Chef nach deutschem Recht keinen Einfluss nehmen. Webers Vorgänger bei der Deka, Manfred Zaß, unterstützt als Vize-Aufsichtsratschef der Deutschen Börse die Übernahmepläne. HR 

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