Archiv: Diplomat verärgert

DPD » Im Aufsichtsrat des Paketdienstes mucken Minderheitsgesellschafter auf. 

Er war Botschafter der Schweiz, Gesandter des Internationalen Roten Kreuzes, Vertreter von Nestlé, Manager für Philip Morris in Polen und für TNT in den Niederlanden. Weggefährten rühmen Claude Béglé für sein diplomatisches Geschick. Als Chef des deutschen Paketdienstes DPD, einer Tochter der französischen Post, dringt der Eidgenosse mit diesem Talent aber nicht durch. Jetzt musste sogar die für Ende April angesetzte Aufsichtsratssitzung auf den 12. Mai verschoben werden. Grund sind Spannungen im Gesellschafterkreis. Denn der DPD gehört den Franzosen nur zu 85 Prozent. Fünf Prozent hält der Mitbegründer, die Berliner Spedition Zeitfracht, weitere zehn Prozent  Rico Back , Chef des Konkurrenten GLS, einer Tochter der britischen Post. Die Minderheitsgesellschafter kritisieren Béglés Plan, DPD-Aufsichtsratschef Arnold Schroven auch zum Chief Operating Officer von Geopost Deutschland zu machen, über die die Franzosen den Großteil des DPD-Geschäft führen. Zugleich wollen sie wissen, ob der DPD die Briefbeförderung ausbaut oder einstellt. Von einem Ausstieg profitierte GLS-Chef Back. 

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reinhold.boehmer@wiwo.de., 

ludwig-michael cremer 

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