Dramatische Aufholjagd

Archiv: Dramatische Aufholjagd

Forschung » Mit Riesenschritten arbeiten sich Chinas Wissenschaftler an die Weltspitze heran. 

Für Jahrhunderte führte China weltweit bei Innovationen, von der Mathematik bis zum Schiffbau. Jetzt findet das Land zurück zu alter Stärke und arbeitet sich bei Forschung und Entwicklung an die USA und Europa heran. Die Brüsseler EU-Kommission hat errechnet, dass Chinas private Forschungsinvestitionen bereits im Jahr 2010 höher als die der EU sein werden, sollte der gegenwärtige Trend anhalten. Denn während die Zuwachsraten bei den Forschungs- und Entwicklungsausgaben in den 25 EU-Staaten zusammen bei nur 0,2 Prozent im Jahr liegen, beträgt der Anstieg in China 20 Prozent. Seit 1998 haben sich die staatlichen Ausgaben verdreifacht. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt Chinas sind sie innerhalb von wenigen Jahren von 0 auf 1,3 Prozent gestiegen, Deutschland hat mehr als fünf Jahrzehnte gebraucht, um auf 2,58 Prozent zu kommen. Kein Wunder, dass in Europa und den USA die Alarmglocken schrillen. EU-Kommissar Günter Verheugen warnt vor einer „dramatischen Aufholjagd“. Es könne durchaus sein, dass „die USA bei der Wettbewerbsfähigkeit auf wichtigen Feldern der Hochtechnologie hinter China zurückfallen“, meint William Brody, Präsident der Johns-Hopkins-Universität. Die chinesische Regierung will die Wirtschaft mit den Forschungsausgaben auf ein solideres und nachhaltigeres Fundament stellen. Künftig soll das Wachstum mehr vom Binnenkonsum, vor allem aber auch von eigenen Innovationen und weniger stark von ausländischen Investitionen und aus dem Export der Joint-Venture-Unternehmen kommen. 

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