Archiv: Druck auf Brüssel

Peter Mandelson »  China erhöht den Druck auf den EU-Handelskommissar, das Land als Marktwirtschaft anzuerkennen. 

China schickt erneut eine Delegation nach Brüssel, um einen lang gehegten Wunsch erfüllt zu bekommen: die Anerkennung als Marktwirtschaft. Der Status würde China im internationalen Handel Vorteile verschaffen und Antidumping-Maßnahmen gegen das Land erschweren. An diesem Donnerstag spricht die Delegation bei der EU-Kommission vor. „In diesem Jahr kann China nicht mehr mit dem Prädikat rechnen“, sagt ein hochrangiger Beamte aus der Generaldirektion des EU-Handelskommissars Peter Mandelson. Zu langsam verliefen die Fortschritte bei den angemahnten Reformen. Chinesische Unternehmen agierten nach wie vor nicht in einem Umfeld, das als marktwirtschaftlich bezeichnet werden könne, sagt der Beamte. So genössen chinesische Unternehmen von staatlichen Banken Kredite zu Sonderkonditionen und bezahlten für Energie nicht durchweg Marktpreise. Auch bei der Buchführung wiesen chinesische Unternehmen noch Mängel auf. Die EU-Kommission macht sich auf harte Verhandlungen gefasst. „Die Chinesen“, sagt der EU-Beamte, „sind sehr selbstbewusst.“ 

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silke.wettach@wiwo.de | Brüssel 

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