Archiv: Druck aus Luxemburg

Ulrich Hartmann » Der Ex-E.On-Chef hat die Arcelor-Spitze verärgert. Nach der Fusion mit Mittal soll er aus dem Verwaltungsrat des Stahlkonzerns ausscheiden. 

Arcelor-Chef Guy Dollé ist auf Ulrich Hartmann nicht gut zu sprechen. Der Ex-E.On-Chef soll deshalb sein Mandat im Verwaltungsrat des luxemburgischen Stahlkonzerns verlieren, wenn der mit dem Konkurrenten Mittal fusioniert. Joseph Kinsch, Chefkontrolleur bei Arcelor, soll Arcelor-Managern zufolge hinter den Kulissen bereits Stimmung gegen Hartmann machen. Dollé und Kinsch werfen Hartmann vor, er habe im Übernahmekampf mit Mittal zu deutlich seine Abneigung gegen den russischen Stahltycoon Alexej Mordaschow gezeigt. Der Ex-E.On-Chef machte keinen Hehl aus seiner hohen Meinung über Mittal. Im gleichen Atemzug forderte er von dem Russen mehr Transparenz. Dabei sollte Mordaschow Dollé helfen, eine Übernahme durch Mittal zu verhindern. Doch die Arcelor-Aktionäre wollten von Mordaschow und seinem Stahlkonzern Severstal nichts wissen und machten auf der Hauptversammlung Ende Juni den Weg frei für eine Fusion mit Mittal. Wenn sie bis zum 13. Juli ihre Anteile an Mittal verkaufen und die Fusion perfekt machen, sollen die Verträge der Kontrolleure neu geschlossen werden – Ulrich Hartmanns jedoch nicht. 

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andreas.wildhagen@wiwo.de 

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