Archiv: Ei-Ei, Alaïa

Wie der tunesische ModedesignerAzzedine Alaïa die hohe Kunst des perfekten Eierpochierens praktiziert. 

Wer sagt denn, dass man Ostereier nur hart gekocht verzehren darf? Warum nicht auch pochiert? Pochierte Eier perfekt zuzubereiten, ist eine kulinarische Herausforderung. Der tunesische Modedesigner Azzedine Alaïa sieht in der Zubereitung eines pochierten Eis eine Kunst, die so delikat ist wie die Mode. Mit dem pochierten Ei geht der große Azzedine Alaïa so virtuos um wie mit edlen Stoffen, die er genau mit dem richtigen Schwung um die Körper seiner Modelle drapiert. Darüber hinaus sind Eier eine relativ gesunde Alternative für Leute, die nicht übermäßig Speck auf den Hüften ansetzen wollen – definitiv ein Plus, wenn Sie mit einem hautengen Modell des „Königs des Stretch“ liebäugeln sollten. 

Nehmen Sie einen tiefen Topf zur Hand. Füllen Sie ihn mit kaltem Wasser. 

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Streuen Sie Salz hinein. 

Bringen Sie das Wasser auf halber (nicht auf voller) Flamme sanft zum Kochen; das ist ein überaus heikler Prozess und etwa mit dem Zuschneiden kostbarer Spitze vergleichbar. Das mag auf diese Art ein wenig länger dauern, aber Akkuratesse ist hier eben gefragt. 

Schlagen Sie das Ei in ein Glas, und halten Sie es neben dem Topf bereit. 

Wenn das Wasser zu sprudeln anfängt, nehmen Sie ein Stück weißen Satin von 10 x 10 cm Größe und legen den Stoff mit der glänzenden Seite nach oben in den Topf. Wirbeln Sie das Stück Stoff sanft herum, sodass es sich immer wieder um sich selbst dreht. 

Lassen Sie das rohe Ei langsam und vorsichtig in die Mitte des Stoffstückes gleiten und sorgen Sie dafür, dass sich dieses immer weiter und weiter dreht. 

Hierbei sollten Sie sehr langsam vorgehen, damit sich keine übermäßigen Strömungen entwickeln. Gleichzeitig müssen Sie aber auch das Stoffstück ständig in Bewegung halten, damit es sich weiter dreht. 

Das Eiweiß darf nicht über den Rand des Stoffstückes hinaus gelangen. 

Ein heißer Tipp: Drehen Sie das Stück Stoff fünfmal im Uhrzeigersinn und dazwischen einmal entgegen dem Uhrzeigersinn, bevor Sie zur Bewegung im Uhrzeigersinn zurückkehren. Dadurch wird das Eiweiß genügend bewegt, um auf einem Punkt zu bleiben. 

Halten Sie die Hitze während des ganzen Vorgangs etwa auf Stufe zwei. 

Nach zwei Minuten können Sie mit dem Drehen aufhören – Sie werden wissen, wann, weil nicht nur das Eiweiß und das Eigelb fest, sondern auch Ihr Arm müde zu werden beginnt. 

Schieben Sie eine flache Kelle unter das Stück Satin und heben Sie das Ei aus dem Topf, und lassen Sie das überschüssige Wasser abtropfen. 

Lösen Sie das Ei dann mit einem Messer aus dem Stoff heraus. Der Satin würde eine eindrucksvolle Kulisse für die Präsentation des pochierten Eis abgeben – Sie würden ewig darauf kauen! 

Servieren Sie das pochierte Ei mit Schinkenspeck, einem Bagel und einem artistisch platzierten Klecks Sauce hollandaise zur Seite. Versuchen Sie nicht, diese selbst zu machen – es gibt viel bessere im Glas zu kaufen. 

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