Einblick – Chefredakteur Stefan Baron über Globalisierung und Protektionismus. Heft 48/2006 Nicht zutreffend

Archiv: Einblick – Chefredakteur Stefan Baron über Globalisierung und Protektionismus. Heft 48/2006 Nicht zutreffend

Die WirtschaftsWoche bringt eine vorzügliche Darstellung der Globalisierung mit Kommentaren von diversen Kennern der Materie zur Bedrohungslage für die europäische und amerikanische Wirtschaft und Gesellschaft. Aber mit dem Schlagwort „Protektionismus“ ein Gespenst an die Wand zu malen, damit ist niemandem gedient. Stattdessen sollte die real existierende Bedrohung zur Kenntnis genommen und darüber nachgedacht werden, wie der Bedrohung wirksam zu begegnen ist. Es bietet sich für die Käufer der Produkte, die aus den asiatischen Tigerstaaten geliefert werden, zum Beispiel die Möglichkeit, Mindeststandards für die Arbeitsbedingungen (Stichworte: Menschenwürde, Kinderarbeit) und die Herstellungsverfahren (Stichworte: Raubbau an der Natur, Umweltschutz) zum Inhalt der erteilten Aufträge zu machen – mit Aufsichts- und Kontrollbefugnissen inklusive Umwelt- und Arbeitsrechtszertifikaten als Voraussetzung für die Einfuhren hier. Es geht also um die Einwirkungsmöglichkeiten der Einkäufer auf die Produzenten und Lieferanten. Mit dem Schlagwort „Protektionismus“ werden solche Maßnahmen nicht zutreffend bezeichnet. 

Hasso von Wedel Hamburg 

Anzeige
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%