Archiv: Eine Frage

Wolf-Rüdiger Heilmann ist Geschäfts-führer beim Gesamt-verband der Deutschen Versicherungswirtschaft. 

...HerrHeilmann 

Der Garantiezins für neue Lebensversicherungen sinkt auf 2,25 Prozent, während Aktienkurse und Zinsen steigen. Legen die Versicherer den Sparanteil der Kunden so schlecht an? 

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Die Lebensversicherer betreiben eine professionelle Kapitalanlage, die hohe Sicherheit mit einer attraktiven Rendite verbindet. Deshalb investieren sie nur einen begrenzten Teil in volatile Kapitalanlagen wie Aktien, deren Kurse jederzeit sinken können. Den maximal zulässigen Garantiezins – korrekt Höchstrechnungszins – legt das Bundesfinanzministerium fest. Ab 2007 dürfen Versicherer für neu abgeschlossene Verträge nur 2,25 Prozent garantieren. Es gilt auch EU-Recht: Danach darf die Garantie nicht mehr als 60 Prozent der Staatsanleihenrendite betragen. Um aufwendige kurzfristige Anpassungen zu vermeiden, wird in Deutschland der Zehnjahresdurchschnitt dieser Renditen betrachtet. Aktuelle Änderungen schlagen daher nicht sofort durch. Die Rendite öffentlicher Anleihen liegt derzeit bei 3,8 Prozent. In den Achtzigerjahren waren es noch 7,6 Prozent. Zudem hat der Garantiezins nur geringen Einfluss auf die Ablaufleistung einer Lebensversicherung. Hinzu kommt noch die aus Kapitalerträgen erwirtschaftete Überschussbeteiligung. Die Gesamtverzinsung der Lebensversicherungen lag 2006 bei den meisten Unternehmen zwischen vier und fünf Prozent. 

heike.schwerdtfeger@wiwo.de | Frankfurt 

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