Archiv: Einfach helfen

Sie sind bekannt für Ihr Engagement im Kampf gegen Aids. Warum geht Ihnen die Krankheit so nah? 

Als ich vor 20 Jahren anfing, Schuhe zu verkaufen, schlug die Epidemie gerade in New York zu. Es schockierte mich: Eine ganze Generation talentierter Menschen ging verloren. Die Modeindustrie war besonders betroffen, aber auch die Kunst, die Musik, die Werbung – alle kreativen Bereiche. Seitdem will ich helfen, diese grausame Krankheit zu besiegen. Ich will auch verhindern, dass sie in Vergessenheit gerät. 

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Streiten sich die Charities um die Dollar der Spender? 

Man darf die einzelnen Anliegen – die Hilfe für Obdachlose, für Aidskranke oder für Vergewaltigungsopfer – nicht gegeneinander ausspielen. Aber wir kriegen es schon auf dem Konto zu spüren, wenn Katastrophen passieren. Nach dem 11. September oder nach den Tsunami- und Hurrikankatastrophen etwa gingen unsere Einnahmen drastisch zurück. 

Wie viele Spendengelder sammeln Sie ein? 

In guten Jahren um die 20 Millionen Dollar, im vergangenen Jahr nur 16 Millionen Dollar. 

Und wofür geben Sie es aus? 

Wir unterstützen Aids-Forschungsprojekte in aller Welt. In den letzten 20 Jahren überwiesen wir 240 Millionen Dollar an 2000 Forscherteams. Überdies unterstützen wir Organisationen, die Aids-Aufklärung betreiben, besonders in Süd- und Westafrika. 95 Prozent der Infizierten in diesen Ländern wissen ja nicht einmal, dass sie das Virus in sich tragen. 

Kurbelt das soziale Engagement auch Ihr Geschäft an? 

Ich bezweifle es. Ich glaube nicht, dass die Kunden deswegen ein besseres Gewissen haben, wenn sie unsere Taschen kaufen. Aber das ist mir auch egal. Ich will einfach nur helfen. 

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