Erneut Krach ums Logo

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Adidas » Nach dem Streit mit dem IOC droht nun Ärger mit weiteren Sportorganisationen. 

Adidas-Chef Herbert Hainer ging sofort in die Offensive. „Die Angriffe einiger Mitbewerber auf die drei Streifen zeigen nur, welche Wirkung unser Markenzeichen hat“, sagte Hainer, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) Anfang Mai entschieden hatte, dass der fränkische Sportkonzern seine drei charakteristischen Streifen auf den Trikots der Sportler nicht mehr auffälliger präsentieren darf als die Konkurrenten ihre Logos. Sind sie größer als 20 Quadratzentimeter, müssen sie entfernt werden, warnte das IOC. Jetzt droht Adidas weiterer Ärger. 

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Anfang Juli wollen Konkurrenten wie Nike, Puma und Reebok im Weltverband der Sportartikelindustrie (WFSGI) darauf drängen, dass die neue IOC-Vorschrift auch für nicht olympische Sportarten und Wettkämpfe gilt. Setzen sich die Konkurrenten durch, müsste Adidas seine drei Streifen auf der Sportlerbekleidung insbesondere bei zahlreichen Welt- und Europameisterschaften verkleinern. Die Verbände von Rudern bis Tennis hätten nur auf die Entscheidung des IOC gewartet, bestätigt Puma-Manager Horst Widmann . Sollten sich Verbände weigern, ihre Regeln anzupassen, wollen die Adidas-Konkurrenten vor Gericht ziehen. Der Weltfußballverband Fifa ist davon nicht betroffen. Er hat sich längst mit allen Herstellern geeinigt. Danach dürfen ihre Logos auf den Fußballtrikots deutlich größer ausfallen als die vom IOC erlaubten 20 Quadratzentimeter. Dass Puma, Nike und weitere Adidas-Konkurrenten einem solchen Kompromiss in anderen Sportarten zustimmen könnten, schließt Puma-Manager Widmann ausdrücklich aus. 

peter.steinkirchner@wiwo.de 

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