Erzrivale als Vorbild

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Hewlett-Packard » Auch in Deutschland sollen Stellen wegfallen. Erste Kündigungen wurden bereits ausgesprochen. 

Erst Ende Juni gab Mark Hurd, seit April Vorstandschef des US-Computerriesen Hewlett-Packard (HP), die Trennung der Geschäftsbereiche PC und Drucker bekannt. Am Dienstag dann der Paukenschlag: Hurd kündigte an, bis Oktober 2007 wolle er weltweit 14 500 Stellen streichen und so 1,9 Milliarden Dollar jährlich einsparen. Betroffen ist auch die Niederlassung in Deutschland. 

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Offiziell will HP zwar noch nichts über die Pläne für Deutschland sagen. In Betriebsratskreisen rechnet man jedoch damit, dass 1000 bis 2000 der rund 10 000 Arbeitsplätze gefährdet sind. Nach Informationen aus unternehmensnahen Kreisen will Hurd einen großen Teil des Jobabbaus durch die Verlagerung von internen Dienstleistungen in Billiglohnländer vollziehen. 

In Europa hat die Verlagerung von Service-Jobs in den Bereichen IT, Personalwesen und Finanzen bereits begonnen – wenn zunächst auch nur in kleinem Stil. Im Rahmen der Projekte „Sunflower“ und „Daisy“ überführt HP-Europa-Chef Bernard Meric einfache Verwaltungsarbeit nach Indien. Davon sind europaweit bisher 250 Jobs betroffen, 40 davon in Deutschland. HP-Deutschland-Chef Uli Holdenried hat bereits erste Kündigungen ausgesprochen. Hurds so genanntes Global-Delivery-Konzept ähnelt der Strategie von Sam Palmisano , Konzernchef des Erzrivalen IBM. Palmisano will ebenfalls 14 500 Stellen streichen und Jobs verlagern. 

michael.kroker@wiwo.de 

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