Archiv: Eskalationseffekt

Neben den im Text erwähnten Fakten möchte ich ein weiteres Problem ansprechen: den so genannten „Eskalationseffekt“ bei den Zöllen im Handel zwischen der EU und den Entwicklungsländern. Dabei geht es kurz gesagt um folgendes: Je weiter ein Produkt in den Entwicklungsländern verarbeitet wurde, desto höher ist der Einfuhrzoll. Während zum Beispiel die Lieferung von Kakaobohnen in die EU mit null Prozent Zoll belegt war, beträgt der Zoll auf Kakaopulver bereits vier Prozent und auf Vollmilchschokolade sogar 23 Prozent. Diese Praxis ist wahrlich nicht dazu angetan, die nationale Wertschöpfung in den Entwicklungsländern anzukurbeln. Insgesamt bestätigt der Beitrag die These: „Trade is better than aid!“ Allerdings sollte man zwischen Handelserleichterungen und Hilfe keinen Gegensatz konstruieren, denn die von der Flut betroffenen Entwicklungsländer brauchen beides: freien Handel (besseren Marktzugang) und Hilfe beim Aufbau der zerstörten Infrastruktur. 

Prof. Dr. Harald Zschiedrich Berlin 

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