Evolution durch Handel

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Neandertaler » Ein US-Ökonom erklärt Untergang des Urzeitmenschen. 

Kann Ökonomie die Evolution des Menschen erklären? Jason Shogren ist davon überzeugt. „Ökonomische Prinzipien haben immer schon gewirkt“, sagt der US-Ökonom, der an der Universität von Wyoming lehrt. Gemeinsam mit zwei Kollegen hat er jetzt ein ökonomisches Modell entwickelt, das die Verdrängung des Neandertalers durch den Homo sapiens vor rund 30 000 Jahren erklärt. Die These: Die Fähigkeit unserer Vorfahren, Handel zu treiben, verschaffte ihnen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Kampf um knappe Ressourcen. Denn der Handel ermöglichte es jedem, sich auf das zu spezialisieren, was er am besten konnte: Die einen gingen jagen, die anderen stellten Werkzeuge oder Kleidung her. Durch Spezialisierung und Arbeitsteilung entstand eine Kultur, die der des Neandertalers überlegen war. Gegen Shogrens These regt sich allerdings auch Kritik. Ulrich Witt, Direktor des Max-Planck-Instituts in Jena merkt an: „In solchen Modellen steckt zwar ein Körnchen Wahrheit, aber es werden auch viele andere Erklärungen ignoriert, die mindestens ebenso plausibel sind.“ 

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