Archiv: Falschgerechnet

Allianz » In den Geschäftsbericht des Münchner Finanzkonzerns hat sich ein Fehler eingeschlichen. 

Eigentlich dürfte niemand Helmut Perlet etwas vormachen, wenn es um Veränderungsraten, Prozentrechnen und Zinseszinskalkulationen geht. Perlet ist schließlich Finanzvorstand des größten deutschen Finanzkonzerns, der Allianz. Doch Norman Weisser , Berater bei Deloitte Consulting, hat im aktuellen Allianz-Geschäftsbericht einen peinlichen Fehler entdeckt. Der Finanzkonzern hat sich beim Prozentrechnen vertan. 

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In der Sparte Bankgeschäft hat der Konzern sein operatives Ergebnis von minus 369 Millionen Euro im Jahr 2003 auf plus 603 Millionen Euro im Jahr 2004 gesteigert. Vor Freude darüber hat er eine Steigerungsrate von plus 263,4 Prozent ausgerechnet. „Wenn die Allianz 2003 ihr Vermögen zum Zinssatz von 263,4 Prozent angelegt und 2004 daraus 603 Millionen Euro gemacht hat, hätte das Ausgangskapital rund 166 Millionen Euro betragen“, sagt Weisser. Und nicht minus 369 Millionen Euro. Die Veränderungsraten lassen sich bei einem Wechsel des Vorzeichens nicht berechnen. „Eine unkonventionelle Rechnung“, gibt die Allianz zu, um den Aktionären den Wandel „transparent“ zu machen. 

stefanie.burgmaier@wiwo.de | Frankfurt 

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