Archiv: Festpreise geplant

Peer Steinbrück » Der Bundesfinanzminister will Emissionsrechte zu Festpreisen verkaufen und so zusätzlich Geld ein-nehmen. Die Zeche zahlen die Stromverbraucher. 

Den Stromkunden drohen Preiserhöhungen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will die Energiekonzerne beim Emissionshandel zur Kasse bitten und so den Bundeshaushalt sanieren. Darauf läuft der Vorschlag hinaus, den Steinbrücks Beamte anderen Ministerien unterbreitet haben. Dem Plan zufolge sollen die Energieunternehmen künftig für Verschmutzungsrechte zahlen, die sie bisher kostenlos erhalten haben und mit denen sie handeln dürfen, wenn mehr oder weniger Kohlendioxid verbraucht wird als geplant. Von 2008 an soll die Energiewirtschaft 49 Millionen der 212 Millionen Zertifikate, die ihr zustehen, zu einem staatlich festgelegten Preis kaufen. Im Gespräch sind zehn Euro je Emissionsrecht, was 490 Millionen Euro für die Staatskasse bedeuten würde. „Wir wollen den Einstieg in die entgeltliche Vergabe“, bestätigt ein Sprecher Steinbrücks. Die Begründung: Deutschlands Energiewirtschaft könne die Gebühr verkraften, da sie nicht im internationalen Wettbewerb stehe. Die aber, warnen Ex-perten, würde die Kosten eins zu eins auf den Strompreis umlegen. 

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daniel.delhaes@wiwo.de | Berlin 

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