Fred KogelVorstandsvorsitzender der Constantin Film

Archiv: Fred KogelVorstandsvorsitzender der Constantin Film

Die meisten Besucher kennen sie und haben längst Freundschaft mit ihr geschlossen: Shakira, ein kräftiger, wachsamer Rhodesian Ridgeback, der in seiner afrikanischen Heimat einst auch zur Löwenjagd eingesetzt wurde, aber „ganz brav“ ist, wie Fred Kogel versichert. Nach Morgen- und Mittagsspaziergang liegt die Hündin meist müde auf dem Fell in der Schwabinger Chefetage, während ihr Herr Verträge und Einspielergebnisse prüft. Seit gut drei Jahren ist Fred Kogel, 45, Chef der Constantin Film in München. Sein Büro, sagt er, sei „trophäenfrei“ – die Auszeichnungen aus mehr als 25 Jahren Unternehmensgeschichte sind im Büro seines Vorgängers Bernd Eichinger untergebracht. Diese Woche ist Kogel in Cannes auf den Filmfestspielen. Zwei gerahmte Plakate erinnern an seine Lieblingsfilme „Thelma & Louise“ von Ridley Scott und „Die Verurteilten“ von Frank Darabont. Die Stehlampe in der Ecke ist einer Fotografenleuchte nachempfunden. Wenn der Constantin-Chef vom Computer aufblickt, sieht er bei klarem Wetter die bayrischen Berge – oder die Regale mit aktuellen DVDs und Aktenordnern für den Aufsichtsrat. Das vergangene Jahr war für das börsennotierte Unternehmen enttäuschend. Die gesamte Branche leidet unter Produktpiraterie und Zuschauerrückgang. Kogel hat deshalb das Fernseh- und Filmhandelsgeschäft der Constantin ausgebaut, das inzwischen 60 Prozent des Umsatzes ausmacht, aber er setzt auch auf den großen Eventfilm wie die Verfilmung von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“, mit einem Budget von 50 Millionen Euro das „größte Projekt, das die Constantin bisher gestemmt hat“. Im Herbst kommt der Film in die Kinos. Die „Quotenmadonna“ hinter dem Computerschirm, die Kogel aus seiner Zeit als Geschäftsführer beim Fernsehsender Sat.1 mitgebracht hat, ist sein Glücksbringer: Wenn man sie schüttelt, schneit es ordentlich. Erinnerungsfotos braucht er nicht auf dem Schreibtisch, denn die liebsten Bilder sind ihm die, die er im Kopf hat – „hoffentlich noch recht lang“. christopher.schwarz@wiwo.de 

Anzeige
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%