Gefährliche Mitreisende

Archiv: Gefährliche Mitreisende

Umwelt » In jeder Sekunde werden 300 exotische Lebewesen in die Nord- und Ostsee gespült. Wie? Sie reisten als blinde Passagiere im Ballastwasser großer Schiffe. Das Wasser dient der Stabilisierung der Schiffe und wird in den Häfen ganz oder teilweise abgelassen. Viele dieser Lebewesen schädigen die einheimische Flora und Fauna. So räubert die chinesische Wollhandkrabbe unter den Fischbeständen und unterhöhlt auch Deiche. Der Wasseraufbereiter Hamann aus Hollenstedt bei Hamburg und der Düsseldorfer Feinchemikalienproduzent Degussa haben zusammen nun eine Technik entwickelt, die das Problem lösen soll. Die Sedna genannte Anlage behandelt das Ballastwasser, während es in die Tanks gespült wird. Sedna besteht aus einer Batterie Hydrozyklone (schnell drehenden Zentrifugen), in denen feste Materialien wie Steine und größere Tiere aussortiert und zurück ins Hafenbecken gespült werden. Derart vorgereinigt landet das Wasser in den Tanks. Hier wird es mit einer Chemikalie namens Peraclean Ocean behandelt, die vor allem aus den biologisch abbaubaren Substanzen Per-Essigsäure und Wasserstoffperoxid besteht. Diese zerstört alle Mikroorganismen. Obwohl ein Ballastwasser-Management frühestens 2009 vorgeschrieben ist, sind bereits zwei der 265 000 Euro teuren Anlagen an einen deutschen Reeder verkauft worden. Die Anlagen werden derzeit montiert. 

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