Archiv: Geldgerettet

René Obermann » Der T-Mobile-Chef kommt den Prepaid-Kunden entgegen. Guthaben auf abgelaufenen Karten verfallen nicht mehr. 

Darin waren sich die Mobilfunkanbieter in Deutschland einig: Guthaben auf einer so genannten Prepaid-Karte für Handys verfielen nach einer gewissen Zeit. Damit ist es nun vorbei. Auch Deutschlands größter Mobilfunkanbieter, die Telekom-Tochter T-Mobile, ändert die Praxis. Das auf den Handy-Karten gespeicherte Geld der rund 15 Millionen Prepaid-Kunden von T-Mobile soll künftig nicht mehr ersatzlos kassiert werden, wenn die Frist abgelaufen ist. Das haben Prepaid-Experten und Juristen des Unternehmens beschlossen. Ab wann die Regelung gilt, ist noch offen. Zuvor müssen noch steuer- und datenschutzrechtliche Details geklärt werden. Das könne noch einige Wochen dauern, heißt es aus der Zentrale in Bonn. Sind alle Fragen geklärt und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen überarbeitet, können T-Mobile-Kunden nach Ablauf ihrer Karte das restliche Guthaben auf eine andere Karte übertragen lassen und abtelefonieren oder sich auf Wunsch auszahlen lassen. 

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Damit reagiert T-Mobile-Chef René Obermann auf ein Urteil des Oberlandesgerichts München, das Ende Juni gegen den Konkurrenten O2 erging. Danach muss O2 seinen Kunden den Wert auf abgelaufenen Karten künftig erstatten. Fast gleichzeitig eröffnete das Düsseldorfer Landgericht in einem ähnlichen Fall gegen Vodafone die mündliche Verhandlung. So weit will es Obermann nicht kommen lassen. Zudem befürchtet er Wettbewerbsnachteile, wenn er Guthaben weiterhin verfallen lassen würde. 

thomas.stoelzel@wiwo.de 

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