Archiv: Gerangel um Posten

Dieter Rampl » Am Freitag muss der Noch-Vorstandssprecher der HypoVereinsbank sein Vorstands-Tableau präsentieren. 

Für Ehrenämter hat Dieter Rampl jetzt keine Zeit. Die Übernahme der HypoVereinsbank (HVB) durch das italienische Geldinstitut UniCredit steht kurz vor dem Abschluss. Da musste der Noch-Vorstandssprecher der HVB seine Teilnahme an der Vorstandssitzung des Bundesverbandes deutscher Banken absagen, und der Bayerische Bankenverband wählte den 58-Jährigen in Abwesenheit zum Präsidenten. Nach den Abgängen von Christine Licci und Stefan Jentzsch arbeitet Rampl mit Hochdruck am Vorstandstableau der neuen, mit UniCredit fusionierten HVB, die als eigene rechtliche Einheit fortgeführt wird. An diesem Freitag muss er seine Vorschläge dem UniCredit-Verwaltungsrat präsentieren. Rampl selbst wechselt nach der Übernahme als Chairman in dieses Gremium. Nach Informationen aus dem HVB-Aufsichtsrat wird der Vorstand der neuen HVB voraussichtlich aus acht Mitgliedern bestehen, einem mehr als vor der Fusion. So gut wie gesetzt sind Wolfgang Sprißler als Vorstandssprecher sowie Rolf Friedhofen als Finanzvorstand. Als Personalvorstand und Arbeitsdirektor ist offenbar Heinz Laber vorgesehen, bisher für Human Resources Management zuständig. Während IT-Fachmann Matthias Sohler auf den Vorstandsposten als Chief Operating Officer (COO) hoffen kann, wird wohl ein Italiener zum obersten Risikomanager ernannt. Noch nicht ganz sicher ist, wie das Privatkundengeschäft, Liccis alter Arbeitsbereich, vertreten sein wird. Der neue Eigentümer drängt auf eine Aufspaltung in Mengengeschäft und Vermögensverwaltung. Dann hätten sowohl Jan-Christian Dreesen für Privatkunden als auch Andreas Wölfer für Vermögende eine Chance. Die Besetzung des Chefpostens für Firmenkunden und Immobilien hängt von Johann Berger ab. Er will nur bleiben, wenn er neben dem Posten in Deutschland auch in der italienischen Holding die Verantwortung für Immobilien bekommt. Setzt sich Berger bei UniCredit-Chef Alessandro Profumo nicht durch und tritt zurück, stehen mit Ronald Seilheimer und Stefan Schmittmann zwei potenzielle Nachfolger bereit. Das Investmentbanking, das Jentzsch führte, wird wohl nicht mehr im neuen HVB-Vorstand vertreten sein. Profumo plant, das Investmentbanking der Gruppe zu bündeln. Der oberste Investmentbanker würde dann direkt im Holdingvorstand sitzen. 

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stefanie.burgmaier@wiwo.de | Frankfurt 

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