Archiv: Gestutzter Entwurf

Andris Piebalgs » Der EU-Energiekommissar beißt mit seinem Bekenntnis zu erneuerbaren Energien bei Kollegen auf Granit. 

EU-Energiekommissar Andris Piebalgs ist auf seinen Kollegen Günter Verheugen derzeit nicht gut zu sprechen. Vor allem der deutsche Industriekommissar hat den ursprünglichen Text des von ihm verfassten EU-Grünbuchs „Energiesicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit“ bis zur Unkenntlichkeit verändert. 

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Noch am vergangenen Montag fand sich in dem Entwurf für Europas Energiezukunft bis zum Jahre 2030 ein klares Bekenntnis zur Stärkung erneuerbarer Energien. Vor allem Offshore-Anlagen und Gezeitenkraftwerke wollte der Lette stärker unterstützen und erforschen. Erneuerbare Energien sollten nach Piebalgs’ Szenario von 5,8 Prozent im Jahre 2005 auf 12,2 Prozent des EU-Endenergieverbrauchs im Jahr 2030 wachsen, Kernergie dagegen im gleichen Zeitraum von 14,4 auf 11,1 Prozent sinken. Doch auf insgesamt 60 Seiten zerpflückten die übrigen EU-Generaldirektionen den Entwurf des Energiekommissars. Allen voran der einflussreiche deutsche Generaldirektor für Wirtschaft und Finanzen Klaus Regling. Er verwahrte sich gegen Markteinführungshilfen für regenerative Energien. In der am Mittwoch von der EU-Kommission verabschiedeten Fassung setzte sich die Handschrift Verheugens glasklar durch: Neben der Steigerung der Energieeffizienz und sauberen Kohletechnologien solle vor allem das milliardenteure Kernfusionsprojekt Iter im französischen Cadarache und die Entwicklung der von dem deutsch-französischen Areva-Konsortium unter Beteiligung von Siemens entwickelten neuen Kernkraftwerke der dritten und vierten Generation vorangetrieben werden. 

thomas fröhlich 

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