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Altana » Der Konzern hängt von nur wenigen Arzneien ab. Das soll sich ändern. 

Für das Pharma- und Chemieunternehmen Altana war es ein schwarzer Freitag: Mehr als 15 Prozent verlor die Aktie am Freitag vergangener Woche, nachdem Weltmarktführer Pfizer sich aus einer Medikamenten-Kooperation mit Altana zurückgezogen hatte. Der Aktienkurs reagierte auch deshalb heftig, weil bei Altana der Erfolg des Pharmageschäfts nur von wenigen Präparaten abhängt – vor allem vom Magenmittel Pantoprazol. Doch Altana-Vorstandschef Nikolaus Schweickart will das Medikamenten-Sortiment ausbauen. 

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„Wir werden uns stärker öffnen für Partnerschaften und Kooperationen“, kündigt er an. Joint Ventures, Produktakquisitionen, Forschungskooperationen, strategische Allianzen, die Akquisition anderer Unternehmen – alles sei denkbar, sagt Schweickart. Der Altana-Chef will vor allem auf Krebspräparate setzen, auch die Zusammenarbeit mit externen Institutionen und Biotech-Unternehmen möchte er „deutlich ausbauen.“ In „naher Zukunft“ will er „die ersten Kandidaten aus der Forschungsphase in die klinische Entwicklungsphase“ überführen. Schweickart ist überzeugt, dass „der Onkologie-Markt erhebliche Wachstumschancen bietet“. Allerdings gibt Thimo Sommerfeld, Direktor bei der Beratung Abolon, zu bedenken: „Altana wird wohl strategische Preise zahlen müssen, wenn es im Krebsbereich hochwertige Lizenzen erwerben will.“ Branchenkenner weisen zudem darauf hin, dass der Markt für Krebspräparate schon besetzt sei. Fast jedes größere deutsche Pharmaunternehmen sei im Onkologie-Bereich aktiv. 

Für die Umsetzung der Pharmastrategie ist bei Altana vor allem Vorstand Hans-Joachim Lohrisch verantwortlich. Schweickart und Lohrisch standen denn auch am vergangenen Freitag in Telefonkonferenzen den Analysten Rede und Antwort, nachdem die Aktie abgestürzt war. 

Weitere Roadshows in Europa und den USA sollen folgen. Schweickart fand „die Reaktion des Kapitalmarkts übertrieben“ und macht den Aktionären Mut: Weil die fundamentalen Daten stimmten und die Ertragskraft von Altana hoch sei, „wird sich der Kurs von diesem Rückschlag auch wieder erholen“. 

juergen.salz@wiwo.de 

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