Grundig Sozialplanblockiert

Archiv: Grundig Sozialplanblockiert

Die Bank Austria Creditanstalt in Wien blockiert Sozialplangelder für Ex-Mitarbeiter der insolventen Grundig AG in Nürnberg. Das geht aus einem Schreiben des Insolvenzverwalters Siegfried Beck vom 22. Dezember 2004 hervor, das der WirtschaftsWoche vorliegt. Danach zahlte Beck kurz vor Weihnachten die Hälfte der zugesagten rund 13 Millionen Euro nicht aus, weil sich „ein Großgläubiger gemeldet und behauptet“ habe, noch einen Anspruch „in Höhe von circa 45 Millionen Euro“ zu haben. Dadurch sei „die Auszahlung der zweiten Hälfte des Sozialplanvolumens“ aber, so Beck, „blockiert“. 

Die Austria Creditanstalt, eine 75-prozentige Tochter der Münchner HypoVereinsbank, will sich offiziell nicht dazu äußern. Aus Gläubigerkreisen verlautet aber, dass sich hinter dem besagten „Großgläubiger“ das österreichische Kreditinstitut sowie möglicherweise ein zweiter Gläubiger verbirgt. 

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Beide behaupten, beim Konkurs des Wiener Grundig-Werks im Frühjahr 2003 seien unerlaubt Forderungen an die Grundig-Zentrale in Deutschland verschoben worden. Sollte es zu keiner Einigung kommen, heißt es in Kreisen der Gläubiger, wolle die Austria Creditanstalt den Insolvenzverwalter notfalls verklagen. 

Beck hatte in seinem Brief an die ehemaligen Mitarbeiter von Grundig allerdings erklärt, dass der angebliche Anspruch „nicht besteht“. RB 

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