Archiv: Gütige Fügung

Hans Ulrich Lellek » Der Ex-Präsident der Bundeswertpapierverwaltung sollte ins Finanzministerium wechseln – ohne finanzielle Einbuße. Doch es gab Krach. Jetzt wird er mit einem neuen Posten ruhiggestellt. 

Bis vor wenigen Wochen war Hans Ulrich Lellek Präsident der Bundeswertpapierverwaltung. Doch die wurde inzwischen aufgelöst, ihre Aufgaben der Deutschen Finanzagentur übertragen. Sozialdemokrat Lellek, bezahlt nach der Besoldungsgruppe B7 (rund 8500 Euro), sollte wieder Dienst als Ministerialrat B3 (rund 6000 Euro) im Bundesfinanzministerium tun – ohne finanziellen Nachteil. Der neue Dienstherr übernahm die Differenz zur alten Präsidentenposition. Doch damit wollte Lellek sich nicht abfinden. Er verklagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück auf Ernennung zum Ministerialdirigenten (B6: rund 8000 Euro). Bis das gütige Schicksal die Position an der Spitze der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation frei werden ließ (Gehalt: etwa 11 000 Euro), weil der vorherige Inhaber Walther Otremba zum Staatssekretär bei Bundeswirtschaftsminister Michael Glos aufrückte und Finanzverwaltungsexperte Lellek jetzt die Nachfolge antreten darf. 

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friedrich.thelen@wiwo.de | Berlin 

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