Hartes Spiel um Millionen

Archiv: Hartes Spiel um Millionen

Innovationen werden durch Herausforderungen angetrieben. Am besten lässt sich das derzeit bei Electronic Arts (EA) im Silicon Valley beobachten. 1982 vom Ex-Apple-Entwickler Trip Hawkins gegründet, setzt der inzwischen größte Videospielanbieter der Welt rund 3,1 Milliarden Dollar um und macht dabei rund eine halbe Milliarde Dollar Gewinn. EA ist in der Spielebranche so mächtig, dass das Unternehmen sogar Microsoft eine Nase zeigen konnte. Dessen Spielkonsole Xbox nahm man im Silicon Valley bisher nicht allzu ernst: EA macht 43 Prozent des Umsatzes mit Sonys Playstation, nur sieben Prozent mit der Xbox. Doch das rächt sich nun. Denn die neue Playstation 3 von Sony kommt viel später als geplant in den Handel. Wegen technischer Probleme wurde der Verkaufsstart vom Frühjahr auf den Herbst verlegt. Dort wird die Playstation 3 dann wahrscheinlich auf eine neue Konsole von Nintendo treffen. Die Spielebranche hängt deshalb arg in den Seilen. Und nicht nur die. Auch die Spieler sind alles andere als begeistert – der Fortschritt tritt aus ihrer Sicht auf der Stelle. 

Electronic Arts hat nun reagiert und bietet in den USA erstmals neue Spiele für die Playstation 2 billiger an. Im EA-Hauptquartier in Redwood City gibt man sich trotzdem optimistisch. Im nächsten Jahr wird der Spielegigant 25 Jahre alt, 2007 soll deshalb das große Jahr der Spielkonsolen werden, vor allem durch die erwartete Schlacht zwischen Sony und Microsoft. Zudem gibt es Gerüchte, dass Apple – ebenso wie Microsoft – eine Spielkonsole im Handheld-Format plant. 

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Weil die Konsolen wegen der technischen Hochrüstung immer teurer werden, steigen die Hardwareanbieter in die Spielentwicklung ein. EA will dieser Konkurrenz mit neuen Geschichten begegnen und hat Steven Spielberg für drei Spieletitel verpflichtet. Zudem wollen EA und Wettbewerber Activision in neue Geschäftsfelder investieren. Vor allem im Mobilfunkgeschäft sehen sie noch Wachstumschancen. Das nötige Know-how für Handyspiele beschafft man sich im Silicon Valley am liebsten durch Zukäufe. EA hat bereits für 680 Millionen Dollar Jamdat erworben. Activision soll ein Auge auf das junge Unternehmen Linden Lab geworfen haben. 

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