Archiv: Hoch hinaus

Las Vegas » Ivana Trump will mit einem eigenen Wohnturm ihren Ex-Mann Donald im Wolkenkratzerbau übertrumpfen. 

„In Vegas, size matters“, lautet die freche Überschrift der Web-Site, mit der Ivana Trump für ihr Mega-Immobilienprojekt in der Wüstenstadt Nevadas wirbt. Ihren Ex-Mann, den New Yorker Immobilienmogul Donald Trump lässt das nicht kalt. Noch im Mai hatte er in Larry Kings Talkshow mit seinem eigenen, 64 Stockwerke oder 197 Meter hohen Trump International Hotel & Tower geprahlt: „Absolut fantastisch, das höchste Wohngebäude, das Las Vegas jemals sehen wird.“ Dann lief ihm seine Ex nicht nur bei der Größe den geliebten ersten Rang ab, sondern vermieste ihm auch noch die Grundsteinlegung. Denn am selben Tag versammelte Ivana rund 1000 Makler im Hotel Bellagio, um ihnen ihren eigenen Wohnturm vorzustellen – The Ivana. Der 281 Meter hohe Koloss, der Ende 2008 fertig gestellt werden soll, wird 80 Etagen haben, das Penthouse soll 35 Millionen Dollar kosten. In der kommenden Woche startet der Verkauf der insgesamt 945 Wohnungen. 

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Die australisch-japanische Immobiliengruppe Sahara Condominions hat Ivana als Zugpferd geheuert, nachdem der Vertrieb des zunächst unter dem Namen The Summit angebotenen Turms offenbar nicht so prächtig lief. Dass sein Name jetzt einem direkten Konkurrenten helfen soll, bringt Donald in Rage: „Ich habe fünf Bestseller geschrieben, Ivanas Buch war ein Flop, ich habe die Nummer-1-Fernsehshow in Amerika, Ivanas Show hat nicht funktioniert. Es ist traurig, für was sie ihren Namen hergibt.“ Rund um den Strip in Las Vegas entstehen zurzeit zahlreiche Luxusdomizile. Doch der Immobilienmarkt steht wegen der steigenden Zinsen auf der Kippe. Donald scheint mit seinem Projekt noch schnell genug zu sein: „Wir sind ausverkauft, wenn jemand aussteigt, haben wir 2000 weitere Interessenten, die sofort einspringen.“ Er denkt sogar über einen Zwillingsturm nach, den er zu 35 Prozent höheren Preisen verkaufen will. So kann er sich vielleicht damit trösten, dass letztendlich doch nicht die Größe zählt, sondern wie viel Geld man macht. 

andreas.henry@wiwo.de | New York 

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