Archiv: HöhererSchaden

Petra Hesser » In der Bestechungsaffäre muss die Deutschland-Chefin von Ikea mit einem höheren Schaden rechnen als bisher angenommen. Auch die Zahl der Verdächtigen steigt. 

Seit August ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen Mitarbeiter von Ikea und mehrere Bauunternehmen. Die Bauleute, so der Verdacht, sollen Ikea-Manager bestochen und dafür Aufträge erhalten haben. „Fünf Mitarbeiter mussten das Unternehmen schon verlassen“, sagt Petra Hesser, seit Januar Deutschland-Chefin der Einrichtungskette. Jetzt weitet die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aus. Die Zahl der Verdächtigen steigt von 15 bis 20 auf 47. Auch der Schaden ist deutlich größer als zunächst angenommen. Im Spätsommer hatte ihn die Staatsanwaltschaft noch mit rund 660 000 Euro veranschlagt. Inzwischen geht sie davon aus, dass rund 1,6 Millionen Euro allein an Bestechungsgeld geflossen sind. „Die Schadenssumme kann noch höher liegen“, sagt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Denn die Ermittler vermuten, dass die Bauleute Ikea auch Leistungen berechnet haben, die nie erbracht wurden. So sollen sie einen Teil des Bestechungsgeldes refinanziert haben. 

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